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Sundern. Da die Kapazität der vorhandenen Räume im Lockweg für die wachsende Gemeinde völlig unzureichend ist, stellte der Vorsitzende Mahir Sahin gemeinsam mit Bürgermeister Brodel die Planungen für eine interkulturelles Bürger- und Begegnungsstätte vor.

Nach den Vorstellungen der alevitischen Gemeindemitglieder sollen durch das Projekt Räumlichkeiten – auch mit Mehrfachnutzung – für verschiedene Vereine, Bürger, Kulturschaffende und Künstler geschaffen werden. Offene Jugendarbeit spielt ebenso wie ein interkulturelles Hilfezentrum für Familien in den Planungen eine wichtige Rolle.
Darüber hinaus wird die alevitische Gemeinde die Möglichkeit haben in den zu schaffende Räumen ein Cemhaus (Gebetshaus) zu betreiben. Gemeinsam mit dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV) wurde bereits über die Konzeption und Finanzierung umfassend diskutiert und die Fördermöglichkeiten geprüft.

Foto: © Klaus Plümper

Foto: © Klaus Plümper

Grundstücke oder Gebäude werden gesucht

Die Suche nach einem geeigneten Grundstück oder Gebäude stellt sich im Augenblick allerdings als schwierig dar. „Alle Möglichkeiten innerhalb des Stadtgebietes“, so Mahir Sahin, „die zur Realisierung des Projektes angeboten werden, werden genauestens auf Machbarkeit geprüft“.

Bürgermeister Ralph Brodel: „Es ist, wie ich finde, eine wirklich gute Idee ein solches Zentrum hier in Sundern zu errichten und nicht sonst irgendwo im HSK. Die alevitische Gemeinde fühlt sich in Sundern wohl und soll auch hier bleiben. Damit wird unsere Stadt weiterwachsen. Darüber hinaus werden zusätzliche und immer wichtiger werdende soziale Ankerpunkte für unsere bunter werdende Stadt und die verschiedenen Bevölkerungsgruppen geschaffen“.

Foto: © Klaus Plümper

Foto: © Klaus Plümper

Seit Jahrzehnten leben etwa eine Millionen Alevitenin Deutschland. Die meisten von ihnen stammen aus der Türkei, in der sie teilweise als nicht richtige Muslime ausgegrenzt werden. Im Hochsauerlandkreis leben zirka 350 bis 400 Mitbürger mit alevitischem Glauben.

Quelle: Klaus Plümper