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Brüssel/Bad Laasphe. Ein in Holland gesuchter Skandalarzt ohne gültige Zulassung konnte in Deutschland jahrelang weiter praktizieren. Unter anderem arbeitete er auch vier Jahre in der Bad Laaspher Schlossbergklinik. Bis Freitag [04. Januar 2013] war er sogar noch in einem Krankenhaus in Heilbronn beschäftigt.

Der heimische CDU-Europaangeordnete erläuterte, dass es in den Niederlanden bereits ein öffentliches Register gebe, in dem einzusehen ist, ob ein Arzt eine gültige Zulassung besitzt. „Ich appelliere an die Kliniken und Krankenhäusern, diese vorhandenen Information im Sinne des Patientenschutzes zu nutzen, um damit solche Skandale zukünftig zu verhindert.

Peter Liese: Mehr an Europa im Sinne der Patienten. Foto: CDU-Europa-Büro für Südwestfalen

Peter Liese: Mehr an Europa im Sinne der Patienten. Foto: CDU-Europa-Büro für Südwestfalen

Der CDU-Gesundheitsexperte im Europäischen Parlament erklärte außerdem, dass die europäischen Institutionen derzeit mit Hochdruck an der Überarbeitung der sogenannten Berufsqualifikationsrichtlinie arbeiten. „Die Europäische Kommission hat dabei einen sogenannten Vorwarnungsmechanismus vorgeschlagen, wonach alle Mitgliedsstaaten informiert und gewarnt werden, wenn ein Arzt die Zulassung in einem Land verliert. Der Gesundheitsausschuss hat diesem Vorschlag bereits Ende letzten Jahres zugestimmt. Hier ist ein Mehr an Europa im Sinne der Patienten notwendig und ich unterstütze den Vorschlag der Kommission und werde mich dafür einsetzen, dass dieser zügig umgesetzt wird„, so Liese abschließend.

Quelle: CDU-Europa-Büro für Südwestfalen