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Südwestfalen. „Die energiepolitischen Vorschläge, die die Europäische Kommission im so genannten Winterpaket gemacht hat, sind gut für Südwestfalen.“ Dies erklärte der heimische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese.

Es ist notwendig das Klima zu schützen und unabhängiger von Importen von Kohle, Gas und Öl zu werden, aber bei diesem Ziel sollte man nicht vor allen Dingen auf Windkraft, sondern auch auf andere Technologien setzen. Ohne Windkraft auch in Südwestfalen, werden wir die Energiewende nicht schaffen, aber weder das Sauerland, noch das Siegerland oder Wittgenstein sollen zum Land der tausend Windräder werden. Wir brauchen eine moderate Vorgehensweise, im Gegensatz zu den radikalen Vorschlägen von NRW Umweltminister Remmel. Auf diesem Weg werden wir durch die neuen Vorschläge der Europäischen Kommission unterstützt“, erklärte Liese, der auch umweltpolitischer Sprecher der größten Fraktion (EVP-Christdemokraten) im Europäischen Parlament ist.

Die Europäische Kommission setzt vor allen Dingen auf Effizienz durch moderne Technologien. Zum Beispiel durch energiesparende Geräte, moderne Heizungen und effizientere Gebäude, soll möglichst viel Energie „eingespart“ werden. „Für Energie, die eingespart wird, brauchen wir keine neuen Windräder und auch keine neuen Leitungen oder auch Reservekraftwerke. Daher begrüße ich, dass die Europäische Kommission hier konkrete Vorschläge macht. Die erneuerbaren Energien müssen trotzdem weiter gefördert werden, aber sowohl bei der Zahl (Energieeffizienz 30 % bis 2030 im Gegensatz zu Erneuerbare 27 % bis 2030) bei Erneuerbaren als auch den konkreten Maßnahmen, steht Energieeffizienz an erster Stelle. Dies war bisher in Deutschland und Europa umgekehrt und deswegen sind die neuen Vorschläge eine gute Nachricht für Südwestfalen. Hinzu kommt, dass wir bei der Technik für Energieeffizienz viele führende Unternehmen haben, deswegen kann der Vorschlag auch Arbeitsplätze schaffen.

Peter Liese, hier im zusammen mit dem Energieberater der Verbraucherzentrale Carsten Peters, setzt sich für energiesparende moderne Technologien ein. Foto: © D. Berger

Peter Liese, hier im zusammen mit dem Energieberater der Verbraucherzentrale Carsten Peters, setzt sich für energiesparende moderne Technologien ein. Foto: © D. Berger

Konkret sieht der Vorschlag der Europäischen Kommission vor, dass die Mitgliedsstaaten Anreizsysteme schaffen müssen, durch die jedes Jahr 1,5 % Energie in jedem Mitgliedstaat eingespart werden. Dies kann durch Zuschüsse, zinsgünstige Darlehen oder auch durch die steuerliche Förderung von Energieeffizienz Maßnahmen wie bei der Gebäudesanierung geschehen

Quelle: Europabüro für Südwestfalen