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Meschede/Südwestfalen. Attraktiver Erholungsraum, touristischer Anziehungspunkt, Rohstofflieferant für die Forstwirtschaft und gleichzeitig einzigartiges Biotop für Pflanzen und Tiere: Mit dem Wald sind viele unterschiedliche und teils konkurrierende Interessen verbunden. Erstmals haben sich jetzt in Südwestfalen zwölf Verbände an einen Tisch gesetzt, um im Rahmen der Regionale 2013 gemeinsam über einen Zukunftsplan für den Wald in der Region zu sprechen.

An dem Werkstattgespräch in Meschede, das von der Südwestfalen Agentur organisiert wurde, nahmen unter anderem der Waldbauernverband NRW, der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Arnsberg, der Forstverein NRW, der Sauerländische Gebirgsverein (SGV) und der Landesbetrieb Wald und Holz NRW teil. Mit Renate Späth war auch das NRW-Umweltministerium war vertreten. „Es war uns sehr wichtig, alle Verbände, die mit dem Wald zu tun haben, an einen Tisch zu bekommen und in die Arbeiten im Rahmen der Regionale 2013 einzubeziehen“, sagt Adalbert Koch von der Südwestfalen Agentur. Ein nicht selbstverständliches Unterfangen, was auch ein Zitat eines Teilnehmers unterstreicht: „Mit denen haben wir noch nie an einem Tisch gesessen!“.

Vertreterinnen und Vertreter von zwölf Verbänden nahmen jetzt an dem Werkstatt-Gespräch in Meschede teil, um über einen Zukunftsplan für den Wald in Südwestfalen zu diskutieren. Foto: Südwestfalen Agentur

In der Diskussion wurde schnell klar: Bislang mangelt es vor allem an Kommunikation unter den Gruppierungen. Deshalb soll nun eine Kommunikationsplattform in Form von regelmäßigen Treffen und Workshops geschaffen werden, die Gemeinsamkeiten ausfindig macht und Lösungen für die bestehenden Konflikte sucht. „Im Jahr 2013 möchten wir dann Grundsatzvereinbarung – unterschrieben von allen beteiligten Verbänden – aufsetzen. Das wäre ein wegweisender Schritt und großer Erfolg“, erklärt Koch.

Für die Entwicklung einer südwestfälischen Waldstrategie und der damit verbundenen Frage „Wie gehen wir mit unserem Wald in Zukunft um?“ hatte die Südwestfalen Agentur im vergangenen Jahr bereits eine Online-Umfrage gestartet, um die Meinungen und Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger aufzunehmen. Für das laufende Jahr sind weitere Informations- und Diskussionsveranstaltungen in der Region geplant. „Wir möchten keine Waldstrategie 2100 oder 2050, sondern auch schon für die kommenden Jahre konkrete Ansätze erarbeiten. Die Südwestfalen-Regionale bietet uns dafür eine perfekte Ausgangslage, um dies gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Verbänden, der Politik und der Wirtschaft zu schaffen“, so Adalbert Koch.

Quelle: Südwestfalen Agentur