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Südwestfalen. „Ich kann die Kritik am Koalitionsvertrag teilweise nachvollziehen. Auch mir macht die Frage der Rentenpolitik Sorgen“, zeigte Dr. Peter Liese Verständnis an der Kritik der jüngeren CDU-Mitglieder am Vertragswerk zwischen CDU/CSU und SPD im Rahmen des Südwestfalentages der Jungen Union in Olpe.

Der heimische Europaabgeordnete, der selbst an den Koalitionsverhandlungen teilgenommen hatte, stellte den Delegierten des JU-Südwestfalentages Ergebnisse aus den Koalitionsverhandlungen vor und diskutierte anschließend mit den JU’lern über die zwischen Union und SPD getroffenen Entscheidungen. Aus den Reihen der Jungen Union wurden dabei auch kritische Töne zum Koalitionswerk laut.

Nach Meinung der JU’ler seien wichtige Fragen zur Generationengerechtigkeit nicht geklärt. „Wir können nicht verstehen, warum die jüngere Generation dafür bezahlen soll, dass man früher in Rente gehen kann, obwohl die Menschen immer älter werden. Das passt nicht zusammen„, brachte der JU-Bezirksvorsitzender Bernd Schulte die Meinung der Jungen Union auf den Punkt. Auf Grund der Entscheidungen zur Rentenpolitik, werden Mehrausgaben von 20 Milliarden Euro erforderlich sein, deren Finanzierung nachfolgenden Generationen aufgebürdet wird.

Bernd Schulte (3. von links) und Dr. Peter Liese MdEP (3. von rechts) mit Bezirksvorstandsmitgliedern der JU Südwestfalen und dem JU-NRW Vorsitzenden Paul Ziemiak (1. von links) und Dr. Matthias Heider MdB (1. von rechts). Foto: Junge Union Südwestfalen

Bernd Schulte (3. von links) und Dr. Peter Liese MdEP (3. von rechts) mit Bezirksvorstandsmitgliedern der JU Südwestfalen und dem JU-NRW Vorsitzenden Paul Ziemiak (1. von links) und Dr. Matthias Heider MdB (1. von rechts). Foto: Junge Union Südwestfalen

Liese bekräftigte, dass er die Kritik der JU gut nachvollziehen könne, warb aber dennoch für ein Zustandekommen der Großen Koalition. Seiner Meinung nach sei der Koalitionsvertrag ein Kompromisswerk, das im Großen und Ganzen gut für Deutschland sei. Alle Beteiligten müssten sich in einem solchen Konzept wiederfinden. Außerdem hätten die Verhandlungsführer der Union viele Wirtschafts- und Wachstumsfeindliche Forderungen der SPD verhindert.

Den Nachwuchspolitikern dankte Liese, der selbst einige Jahre Bezirksvorsitzender der JU in Südwestfalen war, für ihren großen Einsatz im Bundestagswahlkampf. Außerdem warb er für Unterstützung im Europawahlkampf. Am 25. Mai 2014 finden die Europawahlen und in Nordrhein-Westfalen auch Kommunalwahlen statt. Für den erfahrenden Europa-Politiker Liese ist die Union die Europa-Partei. „Wir sind begeisterte Europäer und wir brauchen die EU“, bekennt sich Peter Liese klar zu einer europäischen Zukunft. Die JU’ler forderte er deswegen auch auf, daran mit zu arbeiten, das europäische Profil der CDU zu schärfen und den Europawahlkampf nicht Europa-kritischen Parteien wie der AFD zu überlassen.

Quelle: Junge Union Südwestfalen