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Südwestfalen / Heid. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Nachdem das eigentlich für den Sommer geplante JugendKulturCamp verschoben werden musste, wird es nun vom 02. bis 05. Oktober 2014 in Heid bei Wenden stattfinden. Hier bietet das Dorf zu Beginn der Herbstferien eine Jugendfreizeit an, bei der Jugendliche das Leben auf dem Dorf neu wahrnehmen können. Die Freizeit bietet viel Spaß in verschiedenen Workshops und soll eine Begegnungsstätte für Stadt- und Landjugendliche aus ganz NRW werden. Dadurch soll im Wendener Land eine Bühne geschaffen werden, auf der Jugendliche losgelöst von Schule und Verpflichtung ein vielversprechendes und ungezwungenes Gemeinschaftserlebnis erfahren können.

Dabei sollen gemeinsam Antworten auf folgende Fragen gesucht werden: Wie kann man es auf dem Dorf überhaupt aushalten? Was bietet uns die Stadt? Was riecht mehr nach Freiheit? Schmeckt das Essen auf dem Land besser? Können Städter wirklich kein Instrument spielen? Haben Dörfler eigentlich Ahnung von Mode? Vorurteile oder Tatsachen? Unterscheiden sich die Lebensräume in Land und Stadt eigentlich?

Beim Jugendkulturcamp „Treffpunkt Dorf“ vom 02. bis 05. Oktober 2014 in Heid gilt es genau dies herauszufinden. Das Dorf darf dabei als Labor und Bühne für das Projekt genutzt werden. Eingeladen sind alle Jugendlichen zwischen 16 und 20 Jahren aus dem Sieger- und Sauerland bzw. Südwestfalen sowie aus dem Ruhrgebiet. Egal ob Flanellhemden tragender Hinterwäldler oder trendiger Großstadtsnob – hier steht ein freiwilliger, zwangloser, gemeinsamer Austausch über das Leben in der Stadt und auf dem Land sowie das gegenseitige kreative Austoben im Vordergrund!

Viel Spaß und ein interessanter Austausch wie hier beim letzten Camp der projektschneiderei verspricht die Jugendfreizeit „Treffpunkt Dorf“ vom 02. bis zum 05. Oktober 2014 in Heid. Foto: Nadine Rousseau

Viel Spaß und ein interessanter Austausch wie hier beim letzten Camp der projektschneiderei verspricht die Jugendfreizeit „Treffpunkt Dorf“ vom 02. bis zum 05. Oktober 2014 in Heid. Foto: Nadine Rousseau

Wir möchten mit der Jugendferienfreizeit eine Plattform bieten, wo sich Jugendliche aus beiden Lebensräumen begegnen, die Vor- und Nachteile beider Welten beleuchten und sich dabei aber trotzdem gegenseitig verstehen lernen. Mit vielleicht unterschiedlichen Ansichten trotzdem gemeinsam feiern, Spaß haben und die Ideen, Gedanken und „Vorurteile“ gemeinsam zwanglos künstlerisch darzustellen, so stellen wir uns die Jugendkulturcamp vor. Ziel dabei ist es, ein breites Verständnis für unterschiedliche Lebensperspektiven und deren Grenzen zu vermitteln sowie Ansätze zu erarbeiten, diese zu durchbrechen“, erläutern die Initiatorinnen Nadine Rousseau und Ilona Weber vom Projektbüro „projektschneiderei“.

Unterstützt wird das Projekt von der Südwestfalen Agentur, vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW, der Sparkasse Olpe Drolshagen Wenden, dem Kunstclub Oberes Biggetal sowie der Gemeinde Wenden.

Insgesamt fünf Workshopgruppen

An den vier Tagen werden die Jugendlichen dabei von ortsansässigen sowie eingeladenen Künstlern, Kulturpädagogen und Einwohnern aus Heid begleitet. In insgesamt fünf Workshopgruppen zu den Themen Musik und Sound, Bildende Kunst und LandArt, Mode und Inszenierung, Kraut und Kochkunst sowie Spielführung und Dokumentation tauschen sich die Jugendlichen über ihre Erfahrungen und Erwartungen aus und bilden diese künstlerisch ab. Die Ergebnisse werden anschließend im Rahmen einer öffentlichen Abschlussveranstaltung im Dorf präsentiert.

Den Abschluss bildet eine große Party, bei der auch Freunde herzlich willkommen sind. Die Party wird von den Camp-Teilnehmern selbst organisiert: Im Musikworkshop wird die passende Musik dazu gemischt, der Schwerpunkt liegt hier auf elektronischer Musik. „Handgemachte Musik ist auch gern gesehen, aber wir wollen vor allen Dingen auch Möglichkeiten bieten, die man zuhause nicht hat. Schneiden und Mischen mit PC dazu muss man einiges wissen,“ erklären Matts und Ira, die den Workshop leiten.

Übernachten in Zelten in der Sporthalle

Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro pro Person. Die Anreise aus dem Ruhrgebiet wird zentral von den Bahnhöfen Duisburg, Essen und Dortmund organisiert. Übernachtet wird in Zelten, die aufgrund der Jahreszeit in der Sporthalle Rothemühle aufgeschlagen werden. Es wird einen Shuttle nach Heid geben, wo in der Kulturscheune „Café Noir“ täglich der gemeinsame Tag beginnt und endet. Anmeldungen sind noch bis zum 15. September 2014 möglich!
Nähere Informationen zum Camp finden sich unter www.projektschneiderei.de.

Quelle: Südwestfalen Agentur