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Südwestfalen / Straßburg. Europas Autos werden umweltfreundlicher. Nach langem Hin und Her hat das Plenum des Europäischen Parlaments am Dienstag [25. Februar 2014] in Straßburg die neuen CO2-Grenzwerte für Personenkraftwagen (PKW) bestätigt. Zwar hatten die Vertreter aus Parlament und Rat bereits im Juni vergangenen Jahres eine Einigung erzielen können. Allerdings wollte Bundeskanzlerin Angela Merkel selbst den gefundenen Beschluss kippen.

Birgit Sippel, SPD-Europaabgeordnete: „Für Europas Glaubwürdigkeit in der Klimapolitik war es wichtig, dass das Europäische Parlament am Kompromiss nicht rütteln ließ. Frau Merkels Vorgehen war befremdlich. Dass ihr Autolobby-Vorstoß von minimalem Erfolg gekrönt war, ist nicht nur gut für das Klima. Es wird sich letztlich zeigen, dass die neuen CO2-Normen auch für die deutsche Autoindustrie eine Chance bedeuten, ihre technologische Stärke weiter voranzutreiben und mehr Autos mit klimaschonenden Motoren auf den Weltmarkt zu bringen.

Die nun formal verabschiedete Einigung sieht vor, dass im Jahr 2020 95 Prozent aller neuen PKW maximal 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen dürfen. Nach 2020 müssen dann 100 Prozent der Fahrzeuge den Grenzwert von 95 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer erfüllen. Die Einigung betrifft auch die auf die Grenzwerte anrechenbare Elektroantriebe, die sogenannten Super-Credits. Über die Super-Credits können sich Unternehmen ihre umweltfreundlichen Autos mehrfach auf ihre CO2-Bilanz anrechnen lassen. Während des Zeitraums von 2020 bis 2022 wird das flexibel möglich sein – für insgesamt 7,5 Gramm pro Kilometer über diese drei Jahre.

Birgit Sippel: „Wir Sozialdemokraten sind hartnäckig für die europäischen Klimaschutzziele eingetreten, um auch im Automobilbereich eine Energiewende einzuleiten“, so Birgit Sippel. „Die nun verabschiedete Gesetzgebung schont den Geldbeutel der Autofahrer, schützt das Klima und liefert Anreize für nachhaltige Jobs in der Industrie.

Zudem soll ein neuer Testzyklus die Emissionswerte der Fahrzeuge unter authentischen Fahrbedingungen abbilden. „Wir benötigen verbraucherfreundliche Lösungen, die an die Realität anknüpfen. Das neue Testverfahren ist notwendig, damit die Emissionswerte besser den tatsächlichen Verbrauch auf der Straße widerspiegeln und keine rein im Labor gewonnenen Ergebnisse“, so Birgit Sippel.

Quelle: Europabüro Birgit Sippel MdEP