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Brüssel / Südwestfalen. Einzelpersonen oder Forscherteams, die einen Schnelltest entwickeln, mit dem sich entscheiden lässt, ob ein Patient mit Antibiotika behandelt werden muss oder nicht, können für diese Leistung eine Belohnung von 1 Mio. Euro einstreichen. Die EU-Kommission hat einen entsprechenden Preis im Rahmen des Horizon2020 Programms ausgesetzt. Darauf macht der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese aufmerksam.

Peter Liese, gesundheitspolitischer Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten), begrüßt die Initiative der EU-Kommission. „Wir benötigen dringend ein Verfahren zur effizienten Erkennung des Antibiotika-Bedarfs bei Patienten.“ Der Wettbewerb soll dazu beitragen, den unnötigen Einsatz von Antibiotika zu vermindern und damit die Gefahr, dass immer mehr Krankheitserreger unempfindlich gegen Antibiotika werden. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Europäischen Zentrum für Seuchenbekämpfung (ECDC) sterben europaweit etwa 25.000 Menschen jährlich an den Folgen resistenter Erreger. „Der Wettbewerb der EU-Kommission ist daher eine gute Sache. Jeder kann sich bewerben, um zu einer Reduktion des Einsatzes von Antibiotika in der Humanmedizin beizutragen„, so Liese abschließend.

Die Bewerbungsfrist endet am 17. August 2016. Weitere Informationen zu Teilnahmebedingungen und dem Ablauf des Wettbewerbs befinden sich unter http://ec.europa.eu/research/participants/data/ref/h2020/other/prizes/contest_rules/h2020-prizes-induc-rules-hoa-2015.pdf.

Quelle: CDU-Europa-Büro für Südwestfalen