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Südwestfalen / Meschede. Angesichts der aktuellen Debatte um den VW-Abgasskandal betonte der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese, der auch umweltpolitischer Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten) ist, dass es wirtschafts- und umweltpolitisch gefährlich sei, Dieselfahrzeuge zu verteufeln.

Was bei VW passiert ist, ist ein Riesenskandal und ich ärgere mich maßlos über das Handeln der Verantwortlichen. Dass Ex-VW-Chef Winterkorn jetzt auch noch seine volle Pension beansprucht, ist für die vielen Menschen, die jetzt um ihre Arbeitsplätze bangen, ein Hohn. Die Sache muss schnell aufgeklärt werden und die Verantwortlichen müssen bestraft werden. Auch müssen wir uns in Europa Gedanken machen, warum das Problem bei uns nicht erkannt wurde. In Europa fahren viel mehr Diesel-Fahrzeuge und trotzdem haben die US-Behörden das Problem entdeckt, wir jedoch nicht„, so Liese.

Peter Liese, hier bei einem Gespräch mit Willy Berends, Michael Himmen und H.J. Schulte beim Mendener Russpartikelfilterherstellers HJS: "Diesel kann und muss sauber werden". Foto: © Europabüro für Südwestfalen

Peter Liese, hier bei einem Gespräch mit Willy Berends, Michael Himmen und H.J. Schulte beim Mendener Russpartikelfilterherstellers HJS: „Diesel kann und muss sauber werden“. Foto: © Europabüro für Südwestfalen

Liese warnte jedoch davor, die Dieseltechnologie grundsätzlich in Frage zu stellen. „Dieselfahrzeuge sind notwendig, gerade für Menschen, die häufig weite Strecken fahren. Die Technologie ist für die europäische Autoindustrie und für die Zulieferer insbesondere bei uns in der Region wichtig. Vor allem aber ist die Technologie wichtig, um unsere mittelfristigen Klimaziele zu erreichen um unsere mittelfristigen Klimaziele zu erreichen Das ambitionierte Ziel der Europäischen Union, bis 2030 40 Prozent der Emissionen einzusparen, wird nicht ohne den relativ klimafreundlichen Diesel zu erreichen sein. Aber wir müssen ihn wirklich sauber machen und das geht! Die Kreativität der Ingenieure muss sich auf die Lösung des Problems und nicht auf die Verschleierung der Werte richten. Gerade Firmen in unserer Region haben Technologien entwickelt, die den Diesel von allen wesentlichen Schadstoffen, zum Beispiel Feinstaub und Stickoxid, befreien. Die Technik muss nur eingesetzt werden. Es ist ein Märchen, dass die strengen Werte nicht einzuhalten sind und dass die Industrie dadurch praktisch gezwungen ist, zu schummeln. Dies sieht man daran, dass sich der VW-Skandal auf Fahrzeuge der weniger strengen Euro-5-Norm bezieht. Fahrzeuge der Euro-6 Norm sind von den Schummeleien nicht betroffen„, so der heimische Abgeordnete abschließend.

Quelle: CDU-Europabüro für Südwestfalen