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Südwestfalen / Iserlohn. Ein Qualifikationsturnier müssen sie noch schaffen, dann können sie im Dezember an der Deutschen Hochschulmeisterschaft im Reitsport teilnehmen. Mit bereits vier erfolgreich abgeschlossenen Turnieren kann die Studentenreitgruppe Iserlohn-Südwestfalen die letzte Hürde, die ab dem 03. November 2017 in Paderborn ansteht, aber gelassen angehen. In der Studentenreittruppe sind rund 20 Studierende der Fachhochschule Südwestfalen und der University of Applied Science Europe in Iserlohn (vormals BiTS) organisiert.

Die Deutsche Hochschulmeisterschaft (DHM) ist der Höhepunkt des alljährlichen Studentenreitsports. 2011 fand die Meisterschaft in Iserlohn statt. „Dies ist nach dem Abriss der Reithalle des Reitvereins Iserlohn nun allerdings nicht mehr möglich“, bedauert der Obmann der studentischen Reiter Andreas Heinz, der an der Fachhochschule Südwestfalen Wirtschaftsingenieurwesen-Gebäudesystemtechnologie studiert.

Seit rund 20 Jahren besteht die Reitgruppe der Fachhochschule. Mitglieder sind Studierende, die alle bereits über das große Reitabzeichen verfügen und passionierte Reiter sind. „Da wir nicht über einen eigenen Hochschulstall verfügen, können wir leider keine Reitkurse für Neureiter anbieten“, erklärt Andreas Heinz. Zur Vorbereitung trifft sich die Turnierauswahlmannschaft einmal pro Woche zum gemeinsamen Training , ansonsten reitet jeder Studierende an seinem eigenen Wohnort. So wie Jennifer Stiebler. Die Lüdenscheiderin studiert die Woche über am Hochschulstandort Soest Agrarwirtschaft und reitet ihr eigenes Pferd am Wochenende zu Hause.

Auf einen Sieg wie beim CHU (Concours Hippique Universitaire: Hochschulvergleichsturnier) der Reitgruppe Bochum Dortmund hoffen am kommenden Wochenende: (v.l.n.r.) Jennifer Stiebler, Imke Hussmann, Kai Schulte und Marlene Sträter. Foto: © FH Südwestfalen - Iserlohn

Auf einen Sieg wie beim CHU (Concours Hippique Universitaire: Hochschulvergleichsturnier) der Reitgruppe Bochum Dortmund hoffen am kommenden Wochenende: (v.l.n.r.) Jennifer Stiebler, Imke Hussmann, Kai Schulte und Marlene Sträter. Foto: © FH Südwestfalen – Iserlohn

Zum Trainingsreiten nutzt die Gruppe Pferde anderer Reitställe. Und das gilt auch für die Turniere und die Teilnahme an der DHM. Alle Reiterinnen und Reiter treten auf fremden Pferden im Dressur- und Springsattel im KO-Verfahren gegeneinander an. „Dadurch müssen sich alle Reiter in kürzester Zeit mit viel Einfühlungsvermögen auf die Stärken und Schwächen des fremden Pferdes einstellen“, stellt Andreas Heinz die besonderen Herausforderungen heraus.

Eine Herausforderung ist es für die studentischen Turnierreiter auch, Hobby und Studium unter einen Hut zu bringen, denn 3-4 Stunden Trainingszeit pro Tag sind notwendig für den Erfolg. „Da muss man schon für brennen, ohne große Leidenschaft und Enthusiasmus für den Reitsport geht es nicht“, ist sich Jennifer Stiebler sicher. „Aber es ist auch ein toller Sport, der uns auch schon zu internationalen Turnieren in Polen, Irland, Spanien oder Südkorea geführt hat“, ergänzt Andreas Heinz. Für ihn hat sich das sportliche Engagement auch persönlich gelohnt, hat er doch auf einem Turnier in Luxemburg seine Ehefrau, die in Hannover studiert hat, kennengelernt.

Und wer weiß, vielleicht zahlt sich die Disziplin, die die studentischen Reiter der Fachhochschule Südwestfalen aufbringen müssen, auch später für die berufliche Karriere aus.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen war schließlich auch eine studentische Reiterin.

Quelle: Fachhochschule Südwestfalen – Standort Iserlohn
Foto: © FH Südwestfalen – Iserlohn