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Südwestfalen/Meschede. Das Europäische Parlament hat in seiner Sitzung am Mittwoch [16. Januar 2013] in Straßburg einen Entschluss zur sogenannten Jugendgarantie verabschiedet. Das Parlament fordert darin die Kommission auf, Mittel und Wege zu finden, der ausufernden Jugendarbeitslosigkeit vor allem in den Krisenländern der EU Herr zu werden.

Die Kommission soll prüfen, aus welchen Töpfen Mittel für ein solches Jugend-Programm bereitgestellt werden können und wie die verantwortlichen Akteure (Arbeitsämter, Ausbildungsträger) am besten zusammenarbeiten können.

Eine solche Garantie alleine löst natürlich noch keine Probleme. Aber wir müssen uns des Problems bewusst werden und es mit allen Mitteln bekämpfen. Junge Erwachsene haben es besonders schwer beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. Ihnen muss geholfen werden – vor allem durch bessere Ausbildung„, so der südwestfälische CDU-Europa-abgeordnete Peter Liese.

Er verweist auf die duale Berufsausbildung in Deutschland als Schlüssel zum Erfolg: „Bei der Bekämpfung der Strukturkrise in den südeuropäischen Ländern ist die Verbesserung der Berufsausbildung unser Anliegen. Durch die bewährte duale Berufsausbildung (Kombination von Ausbildung im Betrieb und Berufsschule) hat Deutschland eine extrem niedrige Jugendarbeitslosigkeit, (unter 25 Jahre: 8,1 %). In den Krisenländern z.B. in Spanien ist diese Zahl extrem hoch (55,9 %)„.

Aber gibt es immer wieder Angriffe der Europäischen Kommission gegen das bewährte System in Deutschland. „Es ist richtig, die Kommission aufzufordern, etwas gegen die Jugendarbeitslosigkeit zu tun. Aber es ist nicht sinnvoll, wenn die Kommission ihrerseits unser erfolgreiches deutsches System kritisiert und angreift„, so Liese abschließend.

Die derzeitige Wirtschafts- und Finanzkrise führte zu einem Anstieg der Jugend-arbeitslosigkeit in Europa auf 22,8 %, sodass nunmehr 5,5 Millionen junge Menschen arbeitslos sind. Die Einführung einer Jugendgarantie auf der Ebene der Mitgliedstaaten soll allen jungen EU-Bürgern die Chance eröffnen, innerhalb eines Zeitraums von höchstens vier Monaten Arbeitslosigkeit oder nach Abschluss der Ausbildung – zu arbeiten oder sich aus- oder weiterzubilden.

Quelle: CDU-Europa-Büro für Südwestfalen