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Südwestfalen. Die CDU-Landtagsfraktion setzt sich mit einer Initiative „Wir wollen den Arzt vor Ort“ dafür ein, dass die ortsnahe, allgemeinmedizinische Versorgung Südwestfalen zukünftig sichergestellt ist. „Wir wollen, dass der Arzt im Dorf bleibt“, betonte der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Karl-Josef Laumann, der am Donnerstag [04. Juli 2013] zu einer Pressekonferenz nach Warstein-Hirschberg gekommen war.

Der demografische Wandel werde sich in den nächsten Jahren auch auf die hausärztliche Versorgung, gerade im ländlichen Raum, auswirken. Südwestfalen sei landesweit am stärksten betroffen, stelle der CDU Bezirksvorsitzende Klaus Kaiser MdL aus Arnsberg fest. Fast 40 Prozent der 59 Städte und Gemeinden in Südwestfalen seien kurz bzw. mittelfristig bedroht. Die rot-grüne Landesregierung, insbesondere die Gesundheitsministerin war bisher untätig. Es reiche nicht aus, das Hausarztprogramm von Herrn Laumann weiterzuführen. „Es gilt daher, frühzeitig und gemeinsam mit allen Akteuren Konzepte zu entwickeln, um die gute ärztliche Versorgung auch weiterhin gewährleisten zu können“, so Klaus Kaiser, der zusammen mit Werner Lohn MdL, Eckhard Uhlenberg MdL und Matthias Kerkhoff MdL die Initiative vor Ort vorantreiben möchte.

Der absehbare Ärztemangel liegt nicht am fehlenden Interesse der jungen Menschen am Medizinstudium. Wir bilden einfach zu wenig aus, da die Studienplätze in Nordrhein-Westfalen nicht zur Verfügung stehen. Das muss geändert werden“, legte Laumann dar.

Foto: CDU Bezirksverbandes Südwestfalen

Foto: CDU Bezirksverbandes Südwestfalen

Im Wintersemester 2012/2013 stellten die Universitäten bundesweit nur 8.989 Studienplätze für Humanmedizin zur Verfügung. Auf diese Plätze gab es 42.726 Bewerbungen. Das bedeutet: Es gab im Schnitt 4,8 Bewerber auf jeden Studienplatz. Das muss geändert werden, forderten die CDU Abgeordneten.

Auch betreffe das Älterwerden der Menschen die Ärzte im ländlichen Raum. „Rot-Grün ist aufgefordert, Anreize zu schaffen, dass Medizinabsolventen eine Hausarztpraxis im ländlichen Raum übernehmen, um die Gesundheitsversorgung vor Ort sicherzustellen“.

Politik und Gesellschaft müssen hier schleunigst gegensteuern, wenn wir auch in Zukunft eine ausreichende, gute und ortsnahe ärztliche Versorgung in allen Teilen unseres Landes sicherstellen wollen. „Für uns ist klar: Wir wollen den Arzt vor Ort“, so Laumann zusammen mit den CDU Abgeordneten aus Südwestfalen abschließend.

Quelle: CDU Bezirksverbandes Südwestfalen