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Südwestfalen/Meschede. Gute Nachrichten aus Frankreich und Japan: Frankreichs Präsident Hollande will das Atomkraftwerk Fessenheim an der deutsch-französischen Grenze stilllegen. Es soll bis Ende 2016 vom Netz genommen werden. Die japanische Regierung in Tokio verkündete am Freitag den schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie bis zum Jahr 2040.

Das im Elsass direkt am Rheinkanal an der deutschen Grenze gelegene Atomkraftwerk ist seit rund 35 Jahren in Betrieb. In dem AKW kommt es immer wieder zu Störfällen und Pannen, zuletzt hatten Anfang September zwei Mitarbeiter beim Austritt von Dampf leichte Verbrennungen erlitten. Die beiden Druckwasserreaktoren der Anlage sind die ältesten in Frankreich. „Nach meiner Einschätzung geht die größte Gefahr eines nuklearen Unfalls für die deutsche Bevölkerung von dem Kraftwerk Fessenheim in Frankreich aus. Fessenheim ist gefährlicher als die Kraftwerke, die wir letztes Jahr abgeschaltet haben. Deshalb ist dies auch eine sehr gute Nachricht für Deutschland„, erklärt Peter Liese dazu. Liese hatte lange gefordert, dass Fessenheim abgeschaltet gehörte. Vierzig Kilometer von Fessenheim entfernt, in Basel, hat es das stärkste Erdbeben gegeben, das Mitteleuropa jemals getroffen hat. Es ist sehr umstritten, ob der Reaktor einem starken Erdbeben standhält.

In Japan erklärte die Regierung, dass keine neuen Atommeiler mehr gebaut werden dürfen. Mit ihrem jetzigen Beschluss folgt die japanische Regierung dem Beispiel Deutschlands und erklärte gleichzeitig, den Anteil an erneuerbaren Energien auf 30 Prozent zu erhöhen. Peter Liese begrüßt diese Schritte ausdrücklich: „Der Schritt Japans zeigt, dass Deutschland nicht allein ist„.

Quelle: CDU-Europa-Büro für Südwestfalen