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Soest. Einen Masterplan für die Karriere aufsetzen – wie stellt man das an? 40 Studierende der Fachhochschule Südwestfalen nutzten jetzt die Gelegenheit, gestandenen Managern auf den Zahn zu fühlen. Zum dritten Mal boten die „Karrieregespräche am Kamin“ in einem Restaurant am Möhnesee dafür einen angenehmen, lockeren Rahmen.

Abseits vom Hörsaal boten die Kamingespräche einmal mehr eine ungezwungene Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch zwischen Studierenden und Persönlichkeiten, die seit Jahren bereits im Beruf stehen. „Im Studium lernen Sie lineares Denken, das hat aber mit dem echten Leben nichts zu tun.“, stellte Dr.-Ing. Lutz Demuss gleich klar. Er hatte sich vor einigen Jahren dazu entschlossen, ein Unternehmen zu kaufen, welches sich später als Sanierungsfall herausstellte. Wie der Weg aus der Krise gelang, welche persönlichen Eigenschaften es braucht, die eigenen Ziele zu verwirklichen, berichtete er anschaulich aus eigener Erfahrung.

(v.l.) Prof. Dr. Thorsten Frank, Alexander Graf Matuschka, Dipl.-Ing.Theodor Käuper, Dipl.-Ing. Matthias Vössing, Dipl.-Ing. Stefan Blum, Prof. Dr. Reinhard Spörer und Dr.-Ing. Lutz Demuss stellten sich den Fragen der Studierenden. Foto: © FH/Pösentrup

(v.l.) Prof. Dr. Thorsten Frank, Alexander Graf Matuschka, Dipl.-Ing.Theodor Käuper, Dipl.-Ing. Matthias Vössing, Dipl.-Ing. Stefan Blum, Prof. Dr. Reinhard Spörer und Dr.-Ing. Lutz Demuss stellten sich den Fragen der Studierenden. Foto: © FH/Pösentrup

Insgesamt hatte Prof. Dr. Thorsten Frank als Organisator fünf Referenten eingeladen. Darunter auch Dipl.-Ing. Matthias Vössing, der sich in seiner beruflichen Laufbahn auf das Thema „Qualität“ spezialisiert hat. „Meine Zeit bei einem Automobilzulieferer war eine Erfahrung fürs Leben. Da hatte ich es zum ersten Mal mit schreienden Menschen am Telefon zu tun“, machte er deutlich, dass man im Job durchaus auch mit unangenehmen Situationen umgehen können muss. Dass der Arbeitstag eines Unternehmers oder Managers in leitender Funktion keinen geregelten Feierabend kennt, belegte Dipl.-Ing. Stefan Blum: „Wenn Sie in leitenden Positionen sind, arbeiten Sie auch nachts und zwar mit dem Kopf!

Einen Plan haben und sich schon während des Studiums überlegen, was das Karriereziel sein soll, das hielt Dipl-Ing. Robert Kempin für essentiell. Dipl.-Ing. Theodor Käuper spannte einen beeindruckenden Bogen vom Hauptschulabschluss bis hin zum Maschinenbau-Studium über erste Berufsjahre als Ingenieur bis hin zu leitenden Tätigkeiten bei Weltmarktführern der Automobilzuliefer-Industrie. Er machte deutlich, dass nicht selten auch eine ordentliche Prise Glück zum nächsten Karriereschritt dazugehört.

Nicht immer verlaufen Karrierewege geradlinig, stellte Dr.-Ing. Lutz Demuss klar. Foto: © FH/Pösentrup

Nicht immer verlaufen Karrierewege geradlinig, stellte Dr.-Ing. Lutz Demuss klar. Foto: © FH/Pösentrup

Seine Botschaft an die anwesenden 40 Studierenden der Studiengänge Maschinenbau, Design- und Projektmanagement, Technische Redaktion und Projektmanagement sowie Technik- und Unternehmensmanagement: „Seien Sie mutig, trauen Sie sich was, selbst, wenn Sie glauben, Sie haben keine Ahnung, wagen Sie den Sprung ins kalte Wasser. Dann läuft das schon mit der Karriere!

Quelle: Fachhochschule Südwestfalen