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Schwerte (Dieter Frohloff). Am Freitag [06. Oktober 2017] fand im Reinoldinum in Dortmund von 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr eine Tagung für Engagierte in der Flüchtlingsarbeit und gegen Rechts statt. Die Veranstaltung, welche sich mit dem Thema „Rechtspopulistische Herausforderungen im Kontext von Flucht und Asyl“ befasste, ermöglichte den Austausch zivilgesellschaftlicher Akteur/innen stärken und zugleich Handlungssicherheit im Umgang mit rassistischen und rechten Anfeindungen in diesem Themenbereich schaffen.

Hennig Flad von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) hielt einen Vortrag zum Umgang mit dem Rechtspopulismus, in dem er veranschaulichte: „Der Rechtspopulismus nicht erst durch Wut und Protest entstanden ist, sondern aus dem Rassismus in der Mitte der Gesellschaft. Studien haben schon vor Jahren aufgezeigt, dass ein hohes Potenzial an Rassismus und Nationalismus und insbesondere Ressentiments gegenüber Geflüchtete vorhanden ist“ Weiter sagte er: “Beigetragen zu dem Klima der Wut und Politikablehnung haben auch Medien der Neuen Rechten wie das ‚Compact Magazin‘ oder auch die ‚Junge Freiheit‘, der erstaunlich hohe Auflagen haben und an allen Kiosken inzwischen erhältlich sind“.

Foto: © Sebastian Johannfunke

Foto: © Sebastian Johannfunke

Im Lauf seines Vortrages ließ er einige Exemplare dieser „Schmuddel“-Magazine durch die Reihen der interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern reichen. Im Anschluss an einen spannenden und aufklärenden Vortrag von Henning Flad rückte die Tagung die Handlungsmöglichkeiten für Engagierte in den Fokus, mit denen sich die Teilnehmenden und Referenten an unterschiedlichen Workshops auseinandersetzen konnten. Im Plenum wurde die ‚nationale Kraftanstrengung zur Vermeidung von Flüchtlingen‘ und der Einfluss des Rechtspopulismus auf die Politik erarbeitet und der Umgang mit rassistischen Parolen geübt.

Foto: © Sebastian Johannfunke

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Besonders kam die Bedeutung des Ehrenamtes in der Arbeit mit Geflüchteten und der Vernetzung in den lokalen Strukturen zum Ausdruck. Das Fazit von Dieter Frohloff, Referent beim Amt für Jugendarbeit der EKvW und tätig für die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus lautete: „Die Konferenz war ein weiterer Schritt zur Handlungssicherheit und zur Vernetzung. Sie ermöglichte Begegnung, Austausch und neue Möglichkeiten künftiger Zusammenarbeit.

Das komplette Programm ist unter www.mobile-beratung-gegenrechts.de/einzelansicht/news/detail/News/2-vernetzungskonferenz-rechtspopulistischeherausforderungen-im-kontext-von-flucht-und-asyl/

Foto: © Sebastian Johannfunke

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Die Veranstaltung war eine Kooperation des Amtes für Jugendarbeit mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Arnsberg und Gewalt Akademie Villigst sowie mit dem Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW und der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus und wurde durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW sowie das Ministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend des Bundes „Demokratie leben“ gefördert.

Quelle: Dieter Frohloff / Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Arnsberg
Fotos: © Sebastian Johannfunke