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Schmallenberg/Bad Fredeburg. Ein deutlicher Anstieg bei den Umsatzerlösen, Zuwächse in allen wichtigen geschäftlichen Sparten, sowie der erfolgreiche Abschluss der Umbauarbeiten am Standort Bremke – die Raiffeisen Sauerland präsentiert sich weiterhin in solider Verfassung.

Wir schauen voll Optimismus in die Zukunft“, brachte Aufsichtsratsvorsitzender Dietmar Meeser am Donnerstagabend (28. April) auf der im Kurhaus Bad Fredeburg tagenden Generalversammlung die einhellige Meinung auf den Punkt. Einmal mehr lässt die Genossenschaft ihre 871 Mitglieder an ihrem wirtschaftlichen Erfolg teilhaben: Über 47.000 Euro werden in Form einer fünfprozentigen Dividende aus dem Jahresüberschuss an sie fließen.

Insgesamt erwirtschaftete die Raiffeisen Sauerland im Geschäftsjahr 2010 Umsatzerlöse in Höhe von 31,3 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 7,7 Prozent, erläuterte Geschäftsführer Norbert Dünnebacke bei der Vorlage des Jahresabschlusses. Vor allem das Geschäft mit Brenn- und Treibstoffen, die Umsätze an vier von der Raiffeisen Sauerland betriebenen Tankstellen und der Einzelhandel trugen zu dieser positiven Entwicklung bei. Doch auch im landwirtschaftlichen Kerngeschäft – beim Handel mit Dünge- und Futtermitteln, Saatgut und landwirtschaftlichen Erzeugnissen – konnten die Vorjahreszahlen übertroffen werden. Lediglich bei Baustoffen konnte man, bedingt durch die schlechte Baukonjunktur, die Vorjahreswerte nicht erreichen. Viel Freude bereitet hingegen die Tochtergesellschaft RTG, die in Meschede an verkehrsgünstiger Lage eine Tankstelle betreibt.

Anton Kaiser (2.v.l.) und Anton Hegener (Mitte) wurden für ihre lang-jährigen Verdienste im Vorstand mit der Ehrennadel in Silber des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes (RWGV) ausge-zeichnet. Es gratulieren Aufsichtsratsvorsitzender Dietmar Meeser , Vorstandsvorsitzender Stefan Belke und Geschäftsführer Norbert Dünnebacke (v.l.). Foto: RWGV

Das Jahr 2010 war für die Genossenschaft ein besonderes Jahr“, verdeutlichte Dünnebacke weiter. Dabei bezog sich der Geschäftsführer auf den nunmehr vollendeten Um- und Ausbau der Geschäftsstelle Bremke zu einem leistungsstarken Stützpunkt für die landwirtschaftlichen Mitglieder und als Nahversorger für breite Bevölkerungskreise. Mit Millionenaufwand wurden hier seit Start der Baumaßnahmen in 2008 neue Lagerhallen sowie ein Silo für Holzpellets errichtet. Darüber hinaus ist hier auf einer Verkaufsfläche von rund 2.000 Quadratmetern ein moderner Haus-, Garten- und Baumarkt entstanden. „Die Entscheidung war richtig“, ergänzte Vorstandsvorsitzender Stefan Belke. „Die Investition zahlt sich schon jetzt aus“, pflichtete ihm Dietmar Meeser bei. Der besondere Dank des Aufsichtsratsvorsitzenden galt insbesondere allen Beschäftigten für deren engagierten Einsatz zum Wohle der Genossenschaft.

Angesichts der ebenfalls positiven Berichte von Dietmar Meeser für den Aufsichtsrat und von Stefan Belke über die gesetzliche Prüfung waren die weiteren Beschlüsse nur noch Formsache. Nach der Ge-nehmigung und Feststellung des Jahresabschlusses 2010 wurden Vorstand und Aufsichtsrat ebenso einstimmig Entlastung erteilt. Bei jeweils eigenen Enthaltungen wurden Martin Lüttecke wieder in den Aufsichtsrat und Gilbert Gerke erstmals als Nachfolger von Arnold Rischen in den Aufsichtsrat gewählt. Arnold Rischen wechselt als Nachfolger von Anton Hegener, der aus Altersgründen nicht zur Wiederwahl anstand, in den Vorstand. Für Anton Kaiser, der ebenfalls die Altersgrenze erreicht hat, rückt Michael Kayser-Lingemann in den Vorstand nach. Ehre, wem Ehre gebührt. Anton Kaiser und Anton Hegener wurden für ihre langjährigen Verdienste unter dem Beifall der Anwesenden mit der Ehrennadel in Silber des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes (RWGV) ausgezeichnet.

Zum Abschluss referierte Dr. Karl-Heinz Tölle, Chefredakteur des Landwirtschaftlichen Wochenblattes für Westfalen-Lippe, zur Fragestellung: „Zukunft des Familienbetriebes unter sich wandelnden Rahmenbedingungen“. Sein Fazit: Der Familienbetrieb hat Chancen – ob im Haupt- oder Nebenerwerb. Größe ist dabei nicht alles und sagt nichts über den Erfolg aus. „Die Arbeit muss Spaß machen.

Quelle: Rheinisch-Westfälischer Genossenschaftsverband e.V.