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Schmallenberg / Berlin. Den gesamten Reisemarkt im Blick haben, Kontakte pflegen oder neu knüpfen und aktuelle Trends aufspüren – die Tourismusmesse ITB in Berlin bietet sich als Plattform für regen Ideen- und Informationsaustausch an. Auch der Sauerland-Tourismus und seine Partner nutzten die Gelegenheit, gemeinsam auf die bisher erreichten Ziele in der regionalen Tourismusarbeit zurückzublicken und zukünftige Aufgaben anzuvisieren.

Denn enorm viel ist auf touristischer Ebene in den vergangenen Jahren erreicht worden. „Und zwar in einer zupackenden Gemeinschaftsleistung von uns allen“, wie Thomas Weber, Geschäftsführer des Sauerland-Tourismus, im Gespräch mit Tourismusverantwortlichen aus dem Hochsauerlandkreis sowie aus Willingen und Diemelsee betonte. „Lasst uns ausbauen und optimieren, was wir bis hierhin richtig gut gemacht haben“, motivierte er in der Hauptstadt.

Der Tourismus ist ein Schwergewicht in der Wirtschaftsregion. Das beweist die aktuelle Erhebung der renommierten dwif-Consulting GmbH (Deutsches Wirtschaftswissenschaftliches Institut für Fremdenverkehr an der Universität München), die Zahlen und Erfolgsfaktoren für 2013 zusammenfasst. Für 1,7 Milliarden Euro Umsatz hat der Tourismus in der gesamten Region gesorgt, ihr mehr als 9 Millionen Übernachtungen beschert und 36 Millionen Tagesgäste ins Sauerland geführt. Auch für 2014 weist die offizielle Statistik rund 7,4 Millionen Übernachtungen aus. Zählt man die Gäste bei Privatvermietern hinzu, kommt da Sauerland abermals auf etwa 9 Millionen Übernachtungen und hält damit die gute Bilanz.

All diese Gäste waren auf den Wander- und Radwegen unterwegs, urlaubten an den Sauerland-Seen, entspannten in den Hotels und Landgasthöfen, besuchten die zahlreichen Ausflugsziele. Dabei behauptet sich das Sauerland als Reiseregion geradezu wetterresistent, dafür sorgen Angebote, die bei jeder Witterung für Kurzweil sorgen. „Wir haben gemeinsam mit unseren Partnern in den Orten, Zweckverbänden und auf Kreisebene dafür gesorgt, dass Tourismus auf eine höhere Stufe der Wahrnehmung gehoben wird. Alles, was wir an Freizeitinfrastruktur gestalten, verbessern und unterhalten, stärkt gleichzeitig die Lebensqualität der Mitbürger erheblich“, erläutert Thomas Weber. „Und die Untersuchung des dwif beweist eindrucksvoll, dass unsere öffentlich investierten Mittel gut angelegt sind und unsere Kraftanstrengungen in die richtige Richtung gehen!

Der Vorsitzende des Sauerland-Tourismus, Dr. Klaus Drathen (links), und der Geschäftsführer Thomas Weber (rechts) mit Julia Karbon (Tourismusverband Eslohe), Hubertus Schmidt (Gästeinformation Schmallenberg) und Ann Kathrin Meier (Ferienwelt Winterberg), stellvertretend für alle Tourismuskollegen aus dem Hochsauerlandkreis und aus Willingen sowie Diemelsee. Foto: © Sauerland-Tourismus e.V.

Der Vorsitzende des Sauerland-Tourismus, Dr. Klaus Drathen (links), und der Geschäftsführer Thomas Weber (rechts) mit Julia Karbon (Tourismusverband Eslohe), Hubertus Schmidt (Gästeinformation Schmallenberg) und Ann Kathrin Meier (Ferienwelt Winterberg), stellvertretend für alle Tourismuskollegen aus dem Hochsauerlandkreis und aus Willingen sowie Diemelsee. Foto: © Sauerland-Tourismus e.V.

Auch im Hochsauerlandkreis und den angrenzenden Gemeinden Willingen und Diemelsee wurden im vergangenen Jahr verschiedene touristische Projekte in Angriff genommen und Entwicklungen vorangetrieben. So haben sich beispielsweise im Rahmen des Regionale-Projekts „Netzwerk Zukunft: Kurorte – neu profiliert“ die Heilbäder und Kurorte Winterberg, Schmallenberg, Olsberg, Brilon, Bad Sassendorf, Bad Berleburg, Bad Laasphe und Bad Berleburg zusammengeschlossen, um sowohl ihre Wettbewerbsfähigkeit auszubauen als auch ihre Infrastruktur zu überdenken. Indem die jeweiligen Stärken ausgelotet und gefördert werden, bildet jeder Ort ein eigenes Profil neu heraus und passt seine gesundheitstouristischen Schwerpunkte dem bewegten Markt an.

Zusätzlichen Schwung bei der Entwicklung zeitgemäßer gesundheitstouristischer Angebote erfährt die Freizeitregion auch durch die Produktlinie „Sauerland-Zeit“ des Sauerland-Tourismus. Hier werden innovative, buchbare Urlaubsangebote präsentiert, die den Gästen helfen sollen zu relaxen, ihren oft stressigen Alltag hinter sich zu lassen und inmitten grüner Natur ihren Energiespeicher wieder aufzuladen. Unterstützt werden sie hierbei von Sauerland-Coaches, ausgewiesenen Experten, die auf verschiedenen Bereichen der Lebensberatung tätig sind.

Für Aktive und Familien

Damit aber auch Aktivurlauber nicht zu kurz kommen, haben beispielsweise die Orte Winterberg und Willingen viel investiert – und zwar für Winter- wie für Sommergäste. Neue Allwetterschneemaschinen erhöhen zusätzlich die Schneesicherheit auch bei Temperaturschwankungen in der kalten Jahreszeit, ein eigenes Streckennetz für kleine Mountainbiker verspricht kindgerechten Fahrspaß auf ausgesuchten Trails in den warmen Monaten. Ob im Winter rasante Abfahrten auf schneebedeckten Pisten erleben, im Sommer die Niedersfelder Hochheide erwandern oder den Ausblick aus der Ettelsberg-Seilbahn genießen, hier wird den Gästen zu jeder Jahreszeit ein besonderes Naturerlebnis geboten.

Ebenfalls auf die kleinen Gäste spezialisiert haben sich die Gastgeber im Hochsauerlandkreis. Hier sorgt beispielsweise das Familotel Ebbinghof bei Schmallenberg für entspannten Urlaub von Groß und Klein. Für sein Engagement wurde es sogar im Rahmen des Sparkassen-Tourismuspreises Westfalen-Lippe im Bereich „Innovative Kinderbetreuung“ ausgezeichnet. Dass in der grünen Freizeitregion nicht nur Angebote für den Familientourismus im Vordergrund stehen, sondern auch Wert auf Naturschutz gelegt wird, zeigt der Ferienpark Landal GreenParks in Winterberg. Für seine gute Zusammenarbeit mit regionalen Partnern und Umweltverbänden sowie der Umsetzung von Einsparmaßnahmen beim Energie-, Wasser- und Materialverbrauch erhielt der Park das Nachhaltigkeitszertifikat „Green Key“.

Am Wasser und auf Rädern

Auch im Bereich der touristischen Infrastruktur gehen die Orte im Hochsauerlandkreis sowie Willingen und Diemelsee mit guten Beispielen für effektive Zusammenarbeit voran. Die Kooperation der Sauerland-Seen plant Bauvorhaben transparent und in regem Austausch. So lockt beispielsweise die neu errichtete Promenade am Sorpesee Wassersportfans und Wanderfreunde gleichermaßen ans Ufer und ins Wasser. Hoch hinaus führt dafür die 328 Stufen lange Himmelstreppe in Meschede ihre Besucher und erlaubt einen weiten Ausblick über den Henne-Boulevard. Wie die neu aufgestellten Sauerland-Seen sich gemeinsam als attraktive Ausflugsziele vermarkten werden, macht der geplante Internetauftritt deutlich, der zum Saisonbeginn online gehen und alle Neuigkeiten und Informationen ansprechend präsentieren wird.

Das Radwegenetz im Sauerland wird weiter verdichtet – das ist ebenso das Ergebnis erfolgreicher

Gemeinschaftsarbeit von Stadtvertretern, Touristikern und dem Sauerland-Tourismus. Besonders das neue Knotenpunktsystem, das sich in seiner wabenartigen Struktur an die bestehende Beschilderung angliedert, bietet Radlern die Möglichkeit, weitere Wege zu entdecken und Routen individuell zu gestalten. In dieses Netz fügen sich die bestehenden und beliebten Radwege wie SauerlandRadring, der RuhrtalRadweg und der MöhnetalRadweg ein.

Wanderwelt

An guten Ideen für Wanderfreunde mangelt es im Sauerland natürlich nicht. Die Orte Brilon, Diemelsee, Medebach, Olsberg, Schmallenberg, Eslohe, Willingen, Winterberg, Hallenberg haben sich zusammen mit Lennestadt und Kirchhundem im Nachbarkreis zu den Sauerland-Wanderdörfern zusammengeschlossen. Diese Kooperation hat engagiert an einem Strang gezogen und außergewöhnliches erreicht: Im vergangenen Herbst wurde sie vom Deutschen Wanderverband als bundesweit erste und bislang einzige „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet. Den Urlaubsgästen in den Sauerland-Wanderdörfern garantiert das Güte-Siegel nun: Wandern wird hier zu einem unbeschwerten und einfach vorzubereitenden Erlebnis für alle Sinne. Dafür sorgen bestens markierte und beschilderte Wege, Gastgeber, die sich ganz auf die Wünsche von Wanderern einstellen, gut geschulte Mitarbeiter in den Tourist-Infos und viele weitere Serviceangebote.

Darüber hinaus präsentiert die Gemeinde Diemelsee dieses Jahr ein ganz besonderes Erlebnis: Einheimische und Gäste sind dazu eingeladen, das 50-jährige Bestehen des Naturparks Diemelsee gemeinsam zu feiern. Während eines bunten Festprogramms werden die Besucher im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen über die Region informiert.

Thomas Weber als Geschäftsführer des regionalen Tourismusverbandes nutzte in Berlin die Gelegenheit und beglückwünschte die heimischen Touristiker zu dieser imposanten Schöpfungskraft und ihrer Emsigkeit. Und ermutigte sie dazu, diesen Kurs fortzusetzen: „Wir alle zusammen – der Regionalverband und die Partner in den Orten – haben auf allen Feldern, die unsere Gäste ansprechen, unsere Hausaufgaben gemacht. Die Infrastruktur beim Wandern, Radfahren, Winterurlaub, Familien- und Ausflugstourismus ist top. Nun lautet die Losung: Qualität halten und maßvoll ausbauen!

Quelle: Sauerland-Tourismus e.V.