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Schmallenberg / Berlin (dk). Menschen mit Allergien sind die größte Reisegruppe im deutschen Gesundheitstourismus – mehr als 25 Millionen Allergiker gibt es alleine in Deutschland. Statistisch gesehen ist fast jede Familie betroffen und Familienurlaub und Allergikerfreundlichkeit untrennbar miteinander verbunden.

Die als „Allergikerfreundliche Kommunen“ zertifizierten Urlaubsregionen Baabe (Ostsee/Rügen), Bad Hindelang (Allgäu), Ferienland Schwarzwald (Baden-Württemberg), Borkum (Nordsee), Schmallenberger Sauerland mit der Ferienregion Eslohe sowie Bad Salzuflen (beide Nordrhein-Westfalen) stellen den bundesweiten Reisetrend zu „Ferien von der Allergie“ jetzt auf eine noch breitere und formale Basis:

Bei einer zweitägigen Arbeitstagung in Schmallenberg schloss sich der bisher im Internet auf dem Buchungsportal www.allergikerfreundlich.de organisierte lose Marketingverbund zu einer dem Deutschen Heilbäderverband (DHV) in Berlin angegliederten Interessengemeinschaft (IG) zusammen. Siebtes Gründungsmitglied ist die baden-württembergische Destination Freudenstadt, die kurz vor ihrer Zertifizierung mit dem Siegel der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) steht. Eine Aufnahme in den Verbund erwägen auch die Allgäuer Tourismusorte Oberstdorf, Schwangau und Oberstaufen.

Die „Allergikerfreundlichen Kommunen“ haben sich bei einer Arbeitstagung in Schmallenberg zu einer dem Deutschen Heilbäderverband (DHV) angegliederten Interessengemeinschaft (IG) zusammengeschlossen. Das Bild zeigt (stehende von links): Hubertus Schmidt (Tourismusdirektor Schmallenberger Sauerland und 2. IG-Vorsitzender), Stefan Krieger (Geschäftsführer der Staatsbad Salzuflen GmbH), Christian Klamt (Kur- und Tourismusdirektor Borkum), Anja Bode (Projektleiterin „Allergikerfreundliche Kommunen“ im DHV), Uta Donner (Tourismusdirektorin Baabe und IG-Marketingbeauftragte) und Julian Schmitz (Geschäftsführer der Ferienland im Schwarzwald GmbH). Vorne sitzen (von links): Maximilian Hillmeier (Tourismusdirektor Bad Hindelang und 1. IG-Vorsitzender) und Rolf von Bloh (DHV-Geschäftsführer). Foto: © Allergikerfreundliche Kommunen

Die „Allergikerfreundlichen Kommunen“ haben sich bei einer Arbeitstagung in Schmallenberg zu einer dem Deutschen Heilbäderverband (DHV) angegliederten Interessengemeinschaft (IG) zusammengeschlossen. Das Bild zeigt (stehende von links): Hubertus Schmidt (Tourismusdirektor Schmallenberger Sauerland und 2. IG-Vorsitzender), Stefan Krieger (Geschäftsführer der Staatsbad Salzuflen GmbH), Christian Klamt (Kur- und Tourismusdirektor Borkum), Anja Bode (Projektleiterin „Allergikerfreundliche Kommunen“ im DHV), Uta Donner (Tourismusdirektorin Baabe und IG-Marketingbeauftragte) und Julian Schmitz (Geschäftsführer der Ferienland im Schwarzwald GmbH). Vorne sitzen (von links): Maximilian Hillmeier (Tourismusdirektor Bad Hindelang und 1. IG-Vorsitzender) und Rolf von Bloh (DHV-Geschäftsführer). Foto: © Allergikerfreundliche Kommunen

Zum ersten Vorsitzenden der IG wurde für die nächsten drei Jahre der Bad Hindelanger Tourismusdirektor Maximilian Hillmeier gewählt, zu dessen Stellvertreter Hubertus Schmidt (Tourismusdirektor Schmallenberger Sauerland). Zur Marketingbeauftragten bestimmt wurde Uta Donner, die Tourismusdirektorin im Ostseebad Baabe ist.

Unsere Mission ist, Menschen mit Allergien und deren Familien mit Urlaubsqualität zu begeistern. Unsere Werte sind Vertrauen und Verlässlichkeit, die – geprüft durch den Deutschen Heilbäderverband – auf Grundlage der ECARF-Qualitätskriterien basieren. Mit der Gründung der IG stärken wir die Marke „allergikerfreundlich“ und bieten den beteiligten Betrieben und Unterkünften noch mehr Perspektive auf lange Sicht“, sagt der zweite IG-Vorsitzende Hubertus Schmidt. Zugleich unterstreicht er: „Geprüfte Allergikerfreundlichkeit ist auch eine Form der Barrierefreiheit – mit unserem Angebot decken wir 90 Prozent aller Fragen und Bedürfnisse der Betroffenen ab.

Diese Interessengemeinschaft ist zu vergleichen mit einer Produktlinie, die sich an einen Dachverband andockt. Von diesem Zusammenschluss wird der Gesundheitstourismus noch stärker profitieren. Bereits jetzt können sich die Zahlen sehen lassen – 30 Prozent aller Übernachtungen gehen auf das Konto von Heilbädern oder Kurorten“, sagt DHV-Geschäftsführer Rolf von Bloh. Der DHV unterstützt Heilbäder und Kurorte seit 2014, sich allergikerfreundlich auszurichten, so dass sie das ECARF-Siegel als „Allergikerfreundliche Kommune“ erhalten können. Innerhalb eines Bundesmodellprojekts hatte der Verband 2011 einen Leitfaden für einen allergikerfreundlichen Qualitätsstandard entwickelt.

Allergikerfreundlichen Kommunen stellen Allergikern und ihren Mitreisenden während der Ferien verständnisvolles und geschultes Personal zur Seite und bieten ein Anbieternetzwerk von der Unterkunft, über Restaurants bis hin zu Lebensmittelgeschäften. Die Zahl der zertifizierten Betriebe hat in den vergangenen Jahren um teils bis zu 50 Prozent zugenommen. In Borkum waren es zum Beispiel vor vier Jahren 100, heute sind es 200. Bad Hindelang baute die Anzahl der Allergikerfreundlichen Unternehmen seit der ersten Zertifizierung 2011 von 70 auf aktuell 120 aus. Den stellvertretenden IG-Vorsitzenden Hubertus Schmidt wundert das nicht: „Allergikerfreundlich zertifizierte Betriebe werden von Gästen betreffend Hygiene, Service, Regionalität und Saisonalität häufig als qualitätsorientierter gesehen.

Quelle: Schmallenberger Sauerland