Print Friendly, PDF & Email

Schmallenberg. Das Sauerland hat Format. Und zwar das richtige, zum passenden Zeitpunkt am entscheidenden Ort. Nein, das ist kein Leitspruch für Motivationsposter in Werbeagenturen, das ist schlichtweg die Zusammen-fassung aller Kommunikationsaktivitäten des Sauerland-Tourismus.

Denn der Verband richtet sein Marketing für die Region konsequent auf das Sein und das Haben-wollen seiner Gäste aus: Ob sie sich nun an einem Servicepunkt kompakt informieren oder auf dem Sofa etwas smarter inspirieren lassen möchten – online wie offline, zum Blättern, Klicken oder neu auch zum „Fingerwischen“ bietet ihnen der Sauerland-Tourismus den passenden Lese-Anschau-Zuhörstoff zur kerngesunden Freizeitregion.

Zielstrebig haben die Sauerländer in den vergangenen Jahren daran gearbeitet, hochwertige Produkte im Wander-, Radfahr-, Wintersport- und Freizeitsektor aufzustellen – so intensiv wie nur wenige andere Tourismusregionen in Deutschland. Die Fülle der Qualitäts- und Premiumwege in der Bestengruppe der Sauerland-Wander-dörfer ist ein Beweis dafür. Doch auch die Zahl der zertifizierten und klassifizierten Gastgeber im Sauerland kann sich sehen lassen. Dieses Angebot allein bindet aber keinen Gast an seine Urlaubsregion oder bringt zusätzliche Gäste in die Destination. „Mindestens genauso wichtig wie eine überdurchschnittliche Produktqualität ist im Tourismus heute die Servicequalität“, betont Dr. Jürgen Fischbach, Marketingleiter beim Sauerland-Tourismus. Diesem Thema hat man sich für die kommenden Jahre verschrieben. Die Spanne der Aufgaben reicht weit: Mehr Gastgeber und Dienstleister in Sachen Servicequalität schulen und auszeichnen, die Wander- und Radwege-beschilderung optimieren, Tourismusinformationen und -organisationen im Sauerland weiter qualifizieren. So ist auch der Verband zertifizierter „ServiceQ-Deutschland“- Betrieb. „Das reicht uns aber nicht“, sagt Fischbach. „Unser Ziel für die Zukunft ist es, unseren Gästen auch innerhalb der Kommunikation einen bestmöglichen Service zu bieten: Eben mit den richtigen Formaten, zur passenden Zeit am entscheidenden Ort.

Knackige Tipps für die Handtasche

Das heißt konkret: Weg von klassischen Katalogen und hin zu knackiger und ziel- gruppenspezifischer Info; raus aus unübersichtlichen Messehallen und auf zu den Orten, an denen aus stöbernden Kunden neue Gäste werden; nicht nur über die Region informieren, sondern die Menschen zu einer Reise inspirieren. „Statt zusammen-fassender Reisekataloge und herkömmlicher Messeauftritte, setzen wir seit diesem Jahr auf zielgruppengerechte Vor-Ort-Promotion und gedruckte Mehrwertprodukte – die Sauerland-Booklets“, erläutert Dr. Jürgen Fischbach. So ist der Sauerland-Tourismus übers Jahr verteilt an mehr als 70 Tagen in Outdoorgeschäften, bei Sportveran-staltungen oder auf Themenmessen persönlich präsent und antwortet qualifiziert auf die Fragen seiner Gäste. Besonders kundengerecht und damit erfolgreich sind die neuen Sauerland-Booklets, die dabei verteilt werden: handliche Heftchen im quadratischen Format, prall gefüllt mit anschaulichen Tipps für Ausflugs-, Rad- oder Wandertouren.

Diese Booklets passen in jeden Rucksack oder sogar in die Handtasche und werden entsprechend gern gegriffen. Allein im Januar hat der Sauerland-Tourismus mehr als 20.000 davon an interessierte Kunden abgegeben. „Gerade mit den konkreten Tipps sprechen die Booklets nicht nur die Kunden in unseren Kernmärkten an, sondern erstmalig ausdrücklich die Gäste, die bereits im Sauerland verweilen und sich direkt vor Ort intensiver und themenspezifisch informieren möchten.“ Besonders den nieder-ländischen Gästen kommt der Tourismusverband damit entgegen, denn einige der praktischen, kleinformatigen Prospekte sind mehrsprachig oder in zusätzlicher niederländischer Ausgabe aufgelegt.

Der Sauerland-Tourismus hat auf der ITB 2013 die wichtigen Elemente in seiner zukunftsgerichteten Kommunikation vorgestellt. Dazu gehören die Sauerland-Booklets und das neue Online-Magazin. Im Bild v.l.: Anna Galon, Pressesprecherin, Dr. Klaus Drathen, Vorsitzender, Dr. Jürgen Fischbach, Marketingleiter. Foto: Sauerland Tourismus

Der Sauerland-Tourismus hat auf der ITB 2013 die wichtigen Elemente in seiner zukunftsgerichteten Kommunikation vorgestellt. Dazu gehören die Sauerland-Booklets und das neue Online-Magazin. Im Bild v.l.: Anna Galon, Pressesprecherin, Dr. Klaus Drathen, Vorsitzender, Dr. Jürgen Fischbach, Marketingleiter. Foto: Sauerland Tourismus

Rund wird diese Strategie – knackige Info für jede Zielgruppe – erst durch die attraktive Präsentation der Booklets vor Ort. Das passende Format dafür hat sich der Sauerland-Tourismus bei den Profis im Einzelhandel abgeschaut und einen schicken Präsenter aus Pappe produziert, der zugleich zu 100-Prozent recycelbar ist. Diese ökologische Komponente ist eine weitere Besonderheit der neuen Kommunikationsstrategie beim Sauerland-Tourismus, der statt ressourcenverschlingender Kataloge seine Booklets absolut bedarfsgerecht und damit erst dann auflegt, wenn der Vertrieb der Broschüren gesichert ist. Ist eine Auflage aufgebraucht, wird aktualisiert nachproduziert.

Eine weitere zentrale Aufgabe für den Sauerland-Tourismus ist es, neue Gäste für eine Reise ins Sauerland zu gewinnen. „Und genau das wird immer schwieriger und aufwändiger, denn mit den vielen neuen Möglichkeiten im weltweiten Netz und mit ständig neuen elektronischen Geräten verteilten sich die unterschiedlichsten Zielgruppen auf verschiedene Kommunikationskanäle. Für den so genannten E-Tourismus ist das eine echte Herausforderung“, weiß Fischbach. Übersichtliche Internetpräsentationen oder gut besuchte Social-Media-Plattformen reichen heute allein nicht mehr aus, um erfolgreich am Markt bestehen zu können. Im Rahmen seiner neuen Kommunikationsstrategie hat sich der Sauerland-Tourismus dazu ebenfalls den Kopf zerbrochen, welches der passende Ort, die ideale Zeit und das richtige Format sei, um neue Gäste zu gewinnen.

Sauerland auf dem Sofa

Seine Antwort: Die Menschen inspirieren, während sie sich genüsslich auf der Couch lümmeln – denn wann ist ein potenzieller Gast entspannter und womöglich begeisterungsfähiger? Tatsächlich setzt der Verband auf den so genannten „Sofa-Moment“, wie ihn viele von uns kennen und lieben: Wir liegen abends auf dem Polster, der Fernseher läuft nebenbei und per Tablet oder Notebook surfen wir im Internet. Wir lassen uns inspirieren von besonderen Bildern und amüsanten, kurzweiligen Geschichten. Und plötzlich bekommen wir Lust auf eine Reise. Ort und Zeit bleiben zwar noch vage, doch der erste Schritt ist getan, denn wir denken: „Da will ich hin!“ Darum tüftelt Sauerland-Tourismus derzeit am Sauerland-eMag, einem Online-Magazin auf HTML5-Basis. „Ganz bewusst sind wir auch hier NICHT den heute üblichen und deutlich bequemeren Weg gegangen: Wir haben KEINE App programmiert, denn Apps sind immer plattform- und anbieterabhängig, müssen erst in einem der Stores heruntergeladen werden – damit ist der ‚Sofa-Moment‘ schon verspielt“ erläutert Jürgen Fischbach. „Wir wollen Interessenten sofort und unmittelbar Sauerland-Geschichten und Sauerland-News in Magazinform bieten.“ Derzeit setzt der Verband die technische Grundlage für das Magazin auf. Das SauerlandeMag funktioniert auf allen Tablets, Notebooks, Netbooks und selbst auf Smart-Phones. Einzige Voraussetzung ist ein Internetzugang.

Zum Frühling erscheint das Sauerland-eMag als Prototyp, mit dem sich der Sauerland-Tourismus an dieses neue, zukunftsweisende Format heranarbeitet. Zum Leben erwecken werden es die Inhalte, an denen touristische Partner, Gastgeber, Sauerland- Fans und Einheimische mitarbeiten können, ja sogar sollen. Das eMag soll zukünftig drei- bis viermal pro Jahr mit jahreszeitlichen Schwerpunktthemen erscheinen. Aufgelockert durch Bildergalerien präsentiert es kleine Geschichten und aktuelle Infos, zum Beispiel zu kommenden Veranstaltungen. Auch persönliche Berichte und Tipps von Sauerland-Gastgebern, Sauerland-Gästen und natürlich den Themenmanagern des Sauerland-Tourismus sind geplant. Weiterführende Informationen, die in den eMag- Beiträgen nur angerissen werden können, finden Leser über Links zu den Sauerland-Webseiten oder zu Internetseiten von Partnern aus der Region.

Richtig lebendig werden diese Beiträge durch kleine Videofilme, die in bewegten Bildern zeigen, was Gäste im Sauerland erleben können. „Das werden auch Filme sein, die wir oder andere ‚Video-Blogger‘ mit der Handkamera selbst drehen“, präzisiert Anna Galon, Pressesprecherin des Sauerland-Tourismus. „Denn wir streben gar nicht nach verklärender Hochglanzoptik, sondern möchten authentisch bleiben. Was im eMag zu sehen oder zu lesen ist, das finden Gäste auch bei ihrem Besuch wieder – dies ist uns ganz besonders wichtig.“ Alle Sauerland-Gäste und Einheimische sind dazu eingeladen, sich den Prototypen anzuschauen und dem Verband mit Rat und Tat, mit Vorschlägen für zukünftige Beiträge, Links zu interessanten Videos oder ähnlichem dabei zu helfen, die nächsten Ausgabe des Sauerland-eMags als offizielle „Nummer 1“ mit Inhalten zu füllen. Zu finden ist das Online-Magazin unter der Netzadresse: www.magazin.sauerland.com.

Quelle: Sauerland-Tourismus