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Bad Fredeburg/Nordenau. Jetzt ist es amtlich. Die Schmallenberger Ortsteile Bad Fredeburg und Nordenau dürfen sich offiziell mit dem Titel „Staatlich anerkanntes Kneipp-Heilbad und Ort mit Heilstollenkurbetrieb“ bzw. „Staatlich anerkannter Ort mit Heilstollenkurbetrieb und Luftkurort“ schmücken.

Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann übergab am 12. Januar 2011 im Holz- und Touristikzentrum Schmallenberg die Urkunden an Bürgermeister Bernhard Halbe. Mit dabei: die Heilstollenbetreiber Thorsten Tommes vom Land- und Kurhotel Tommes Nordenau und Georg Guntermann von der Fa. Magog, Betreiberin des Abela-Heilstollens (früher Felicitas) in Bad Fredeburg.

Eine Premiere in ganz NRW, die die Innovationskraft des Schmallenberger Sauerlandes beispielhaft vor Augen führt: Zwei stillgelegte Schieferstollen in Bad Fredeburg bzw. Nordenau wurden in aufwändigen Verfahren und langjährigen Studien auf ihre gesundheitsförderliche Wirkung untersucht. Das Ergebnis: Beide verfügen mit etwa 95 % Luftfeuchtigkeit und konstant 9 °C Temperatur über eine fast keimfreie Luft, die Menschen mit Atemwegerkrankungen buchstäblich aufatmen lässt.

Bad Fredeburg und Nordenau erste Orte mit Heilstollenkurbetrieb in NRW. Foto: Schmallenberger Sauerland

Unter-Tage-Klimatherapie lindert Beschwerden von Atemwegerkrankten nachhaltig

Asthmatiker, Personen mit Bronchitis, chronischem Schnupfen, Pseudokrupp, Keuchhusten oder chronischen bzw. allergischen Nasennebenhöhlenerkrankungen und ähnlichen Leiden finden hier „unter Tage“ eine echte Linderung ihrer Beschwerden aufgrund einer Luftreinheit, die besser ist als am Meer bzw. im Hochgebirge (siehe auch nähere Erläuterung unter „Hintergrund“).

Fakten, über die sich viele Millionen Asthmatiker und Allergiker in Deutschland freuen dürften, zumal für sie mit der staatlichen Anerkennung die Möglichkeit einher geht, die Kosten für eine optimalerweise zwei- bis dreiwöchige speläotherapeutische Kur über ihren Krankenversicherungsträger abzurechnen bzw. Zuschüsse für die Indikation zu erhalten. Entsprechende Vereinbarungen mit der Knappschaft wurden bereits von den Heilstollenbetreibern geschlossen. Gespräche mit weiteren Krankenversicherungsträgern laufen.

Höchst erfreut über die Auszeichnung zeigt sich auch Schmallenbergs Tourismusdirektor Hubertus Schmidt: „Mit der staatlichen Anerkennung der beiden Heilstollen leisten die beiden Betreiber unterstützt von der Stadt, der Bezirksregierung und dem Tourismus einen starken Beitrag in Sachen Wirtschaftsförderung. Die nachgewiesene Wirksamkeit und Seriosität der Indikationen wird die Übernachtungszahl der Gesundheitsurlauber in der Region auf Dauer und ganzjährig signifikant steigern. Auch weil es sich um zwei Angebote handelt, die NRW-weit einzigartig sind, und die eine echte Alternative zu Kuraufenthalten an mitunter weit entfernt liegenden Zielen wie Nord- und Ostsee bzw. dem Hochgebirge bieten.

Wer die positive Wirkung des besonderen Mikroklimas in den Stollen am eigenen Leib erfahren möchte, wendet sich für weitere Informationen an die Betreiber bzw. an die Tourismusstellen in Bad Fredeburg, Nordenau und Schmallenberg oder besucht die Websites www.abela-stollen.de, www.stollen-nordenau.de bzw. www.schmallenberger-sauerland.de. Auf Letztgenannter erlaubt eine komfortable Zimmer- bzw. Fewo-Suche unter „Gastgeber“ auch gleich die individuelle Recherche nach passenden allergikergerechten Feriendomizilen mit zwei bis fünf Sternen.

Quelle: Schmallenberger Sauerland