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Schmallenberg. „Wir wollten einfach nur helfen!“, sagt Uwe Hackenbracht, Klinikleiter der Johannesbad Kliniken Fredeburg. Als Schmallenbergs Bürgermeister Bernhard Halbe anfragte, ob im ehemaligen Krankenhaus St. Georg Flüchtlinge untergebracht werden können, zögerte Uwe Hackenbracht nicht. Schnell schaffte das Johannesbad dort Platz für insgesamt 35 Asylsuchende.

Bereits am 10. November 2015 haben die ersten dort vorübergehend eine neue Heimat gefunden. Das ehemalige Krankenhaus gehört seit 2012 zur Johannesbad Gruppe. Nach der Insolvenz der damaligen Klinik übernahm der Gesundheitsdienstleister die Immobilie. Neben der Verwaltung der Johannesbad Kliniken Fredeburg sind mittlerweile mehr als 70 Prozent des Gebäudes vermietet.

Neben einer Physio- und physikalischen Therapie für stationäre wie ambulante Patienten, befinden sich die Sozialstation der Caritas, eine Tagespflegeeinrichtung, eine Notfalldienstpraxis, eine Qi-Gong-Therapeutin sowie das Medizinische Versorgungszentrum mit verschiedenen Fachärzten im Gebäude. Die Gemeinde baute für die Aufnahme der Flüchtlinge acht Zimmer in einer Etage um, in der früher Pflegekräfte untergebracht waren. Außerdem wurden in der ehemaligen Kapelle, die bereits entsegnet war, weitere vier Zimmer eingerichtet.

Wir wollten die Kommune schnell und unbürokratisch unterstützen“, betont auch Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe, bei seinem Besuch in Schmallenberg. Er fügt an: „Deswegen vermieten wir die Räume auch zur ortsüblichen Miete für privaten Wohnraum und nicht zum Satz für Gewerbeimmobilien.

Schon vor einigen Monaten stellte die Johannesbad Gruppe Decken und Bettlaken für Asylsuchende in Schmallenberg zur Verfügung. Uwe Hackenbracht, der bei seinen täglichen Besuchen im ehemaligen Krankenhaus viele Fragen der Flüchtlinge beantwortet, engagiert sich weiter. Gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Sauerland sucht der Klinikleiter Praktikumsplätze in Unternehmen für Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen sind.

Wir wollen die neuen Mitbürger bei uns integrieren, das funktioniert am besten über einen geregelten Tagesablauf“, sagt Uwe Hackenbracht, „wir werden auch in unseren eigenen Einrichtungen Möglichkeiten schaffen, wie beispielsweise in der Hausmeisterei, Gärtnerei oder der Küche.“ Möglicherweise können hochqualifizierte Flüchtlinge auch einen Arbeitsplatz finden, vielleicht auch in Pflege und Therapie der Johannesbad Kliniken Fredeburg. „Aus unserer täglichen Arbeit wissen wir, unter welchen Traumata die Flüchtlinge leiden müssen“, sagt Uwe Hackenbracht.

In den Johannesbad Fachkliniken in Schmallenberg werden psychosomatische, internistische und Abhängigkeitserkrankungen therapiert. Gerade die Therapeuten der Johannesbad Fachklinik Hochsauerland verfügen über langjährige Erfahrungen in der Traumatherapie.

Quelle: Johannesbad Gruppe / trurnit Pressewerk GmbH