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Rüthen/Nürburgring. Der Saisonverlauf im HaRo Düchting Racing Team bei den Langstreckenpokalrennen am Nürburgring bereitet den Verantwortlichen Kopfzerbrechen. Das Team um Spitzenfahrer Maximilian Hackländer vom MSC Bergstadt Rüthen, konnte zwar regelmäßig punkten, dennoch waren die Erwartungen zu Saisonbeginn größer.

Hackländer bewegt in der spektakulärsten Rennserie der Welt gleich zwei Fahrzeuge. Zum einen den Opel Astra OPC mit 300 PS und das Sorgenkind VW Scirocco mit 370 PS. Beim letzten Rennen auf der legendären Nürburgring Rennstrecke standen die Zeichen voll auf Angriff. Während der Trainingssitzungen konnte das Team vordere Plätze belegen und selbst weitaus stärkere Fahrzeuge förmlich deklassieren. In der Startaufstellung weit vorne zu finden wurden die Teamkollegen Pierre Humbert (VW Scirocco) und Christian Gebhardt (Opel Astra) vom Teamchef Michael Düchting als Startfahrer eingeteilt.

Immer am Limit. Maximilian Hackländer vom MSC Bergstadt Rüthen ist bekannt für gnadenlose Positionskämpfe. Foto: MSC Bergstadt Rüthen

Immer am Limit. Maximilian Hackländer vom MSC Bergstadt Rüthen ist bekannt für gnadenlose Positionskämpfe. Foto: MSC Bergstadt Rüthen

Aber bereits nach vier Runden und einem guten zweiten Platz in der Klasse, meldete Pierre Humpert wieder Probleme bei dem Scirocco an die Box. Das Team entschied sich den VW sofort aus dem Rennen zu nehmen, um größeren Schaden zu verhindern. Fieberhaft suchten die Mechaniker nach dem Fehler. Mussten nach gut einer Stunde aber aufgeben. Der Opel Astra hingegen spulte die Rennrunden beim Sechs-Stunden-Rennen auf der Nürburgring Nordschleife souverän ab. Runde um Runde brachten die Fahrer Daniela Schmid und Christian Gebhardt das Auto weiter nach vorne.

Nach zwei Stunden und einem perfekten Boxenstop stieg Maximilian Hackländer ins Auto. Sofort attackierte er die vor ihm liegenden Fahrer. Es war aber ein förmlicher Ritt auf der Rasierklinge. Denn Hackländer wählte beim Boxenstop die Slickbereifung im Gegensatz zu vielen anderen Fahrern, die bei mittlerweile einsetzendem Regen auf Intermediates (Nachgeschnittene Slickreifen) wechselten. Hackländer ist bekannt für seine schnelle Fahrweise bei extremen Bedingungen. Auch diesmal fuhr er konstant schnelle Rundenzeiten und machte viele Plätze gut. Auf Position drei liegend und drei Stunden Fahrzeit, machte sich bei Hackländer doch die Erschöpfung breit. Boxenstop und Fahrerwechsel waren die richtige Entscheidung vom Teamchef Michael Düchting. Teamkollegin Daniela Schmid übernahm das Steuer von Hackländer. Eine Stunde Fahrzeit blieb ihr jetzt, um die vierte Position zu halten.

Maximilian Hackländer bei der Siegerehrung. Foto: MSC Bergstadt Rüthen

Maximilian Hackländer bei der Siegerehrung. Foto: MSC Bergstadt Rüthen

Zum Schluss und fast sechs Stunden Vollgas, wurde es nochmals richtig eng, um die Position zu halten. Die Reifen waren derart abgefahren, so dass Daniela Schmid das Renntempo drosseln musste. Hackländer hatte aber genügend Vorsprung heraus-gefahren, so dass es am Ende für einen vierten Platz in der Klasse reichte. Für das bevorstehende Vier-Stunden-Rennen auf der Nordschleife am kommenden Wochenende, ist das Team gerüstet, beide Autos ins Ziel zu bekommen.

Der VW Scirocco wurde technisch komplett zerlegt und einem aufwändigem Test durchzogen. Gesamtposition vier in der Opelwertung und dritter in der Juniorwertung, sind Positionen die trotz der zahlreichen Ausfälle in dieser Saison für Euphorie im HaRo Düchting Racing Team sorgen. Weitere Infos unter www.HaRo-Gruppe.de.

Quelle: MSC Bergstadt Rüthen e.V. im ADAC