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Olsberg/Bigge. Wie geht es weiter mit dem Gewerbegebiet „In der Ramecke“? Der Bereich zwischen den Olsberger Stausee, der Ruhr sowie dem Bahn- übergang in Bigge, der das Gewerbegebiet „Unterm Stausee“ umschließt, befindet sich in einer zentralen Lage der Olsberger Kernstadt. Weil in diesem Gebiet in der Vergangenheit einige Betriebe ihre Tätigkeit beendet haben, will die Stadt Olsberg die Weiterentwicklung der Brachflächen gezielt steuern.

Um mögliche Ansätze zu klären, hat die Stadt Olsberg deshalb eine städtebauliche Voruntersuchung in Auftrag gegeben. Carsten Lang vom Büro Wolters und Partner stellte die Ergebnisse jetzt den Mitgliedern des Ausschusses Planen und Bauen vor. Dabei haben die Verantwortlichen auch eine Umfrage unter den Nutzern und Grundeigentümern in diesem Bereich durchgeführt. Fazit: Sie bewerten den Standort weitestgehend positiv – besonderes Plus sei die Nähe zum Zentrum bei gleichzeitiger guter Erreichbarkeit. Während die Verkehrssituation an der Hauptstraße früher kritisch gesehen wurde, hat sich die Lage nun durch die Fertigstellung der Umgehungsstraße deutlich entspannt. Konflikte mit bestehenden Nutzungen oder den umgebenden Wohngebieten gibt es nicht – ebenso wie bislang unbekannte Entwicklungsziele, die im Widerspruch zum bestehenden Planungsrecht stehen würden.

Auch für gewerbliche Nutzungen biete der gültige Bebauungsplan weiter ausreichendes Entwicklungspotenzial. Allerdings: Das Planungsrecht, so die Empfehlung von Carsten Lang, soll an die Erfordernisse des NRW-Einzelhandelserlasses angepasst werden. Das bedeutet, dass so genannter „zentrenrelevanter Einzelhandel“ – also Einzelhandel, der speziell für einen Ortskern typisch ist – künftig „In der Ramecke“ nicht mehr zulässig sein wird. Dies aber würde nur künftige Nutzungen betreffen – die aktuellen Nutzungen stehen in Einklang mit den Festsetzungen des Bebauungsplanes.

Fazit der Untersuchung: Die Hauptstraße soll als Handelsstandort für nicht zentren-relevanten Einzelhandel und Dienstleistungen weiterentwickelt und auch eine verbesserte Gestaltung forciert werden. Bis auf kleinere Anpassungen ist ein neuer Bebauungsplan allerdings nicht nötig, um diese Ziele zu erreichen.

Dieser Auffassung schlossen sich auch die Ausschussmitglieder an. Die Ergebnisse der Voruntersuchung sollen nun in einem Abschlussbericht zusammengefasst werden, der dann auch den Nutzern und Grundeigentümern zugehen wird.

Quelle: Stadt Olsberg