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Olsberg. Bei vielen der – heute erwachsenen – Leserinnen und Leser hat „Bummi“, das lustige und lebensfrohe Mädchen aus den Büchern der Olsberger Autorin Martha Schlinkert, als treue Begleiterin in Kindertagen Spuren hinterlassen. Doch auch der Stadt Olsberg selbst wurde in den Büchern der „Bummi“-Reihe ein Denkmal gesetzt, bilden doch Olsberg und sein Umland den Hintergrund für viele Abenteuer des lebenslustigen kleinen Mädchens. Zum 100. Geburtstag von Bummis „Schöpferin“ Martha Schlinkert findet deshalb in Olsberg eine eigene „Bummi-Wanderung“ statt.

Auf „Bummis“ Spuren

Auf „Bummis“ Spuren

Denn am 24. April wäre Martha Schlinkert 100 Jahre alt geworden – der Olsberger Heimatbund und die Stadt Olsberg nutzen das Andenken an eine der bundesweit erfolgreichsten Kinderbuch-Autorinnen der 60-er und 70-er Jahre, um Bummi und ihren Alltag für kleine und große Bücherfreunde wieder ein Stück weit lebendig werden zu lassen. Die Bücher Martha Schlinkerts erreichten in dieser Zeit eine Auflage von rund sechs Millionen Exemplaren – allein die Bücher der „Bummi“-Reihe wurden mehr als zwei Millionen mal verkauft. Mit der „Bummi-Wanderung“ am Dienstag, 23. April, können junge und junggebliebene „Leseratten“ nun sogar auf „Bummis Spuren“ wandeln.

Bummis Zuhause, das „Haus Nr. 176“ im Drönkerweg, wurde zum Ausgangspunkt für zahlreiche Abenteuer und Entdeckungen im großen Leben des kleinen Mädchens. Realer Hintergrund der fiktiven Adresse: Das Haus Nr. 176 in der früheren Bahnhofstraße – heute Drönkerweg Nr. 2 – war das Wohnhaus, das Bummis Schöpferin Martha Schlinkert gemeinsam mit ihrem Mann Erwin im Jahr 1939 bezogen hatte. Doch auch zahllose andere Orte in den „Bummi-Büchern“ bezeugen, wie die Autorin Martha Schlinkert – durch die Augen des Mädchens Bummi – ihre Heimatstadt erlebt hat.

Zum Beispiel im Selkerpfad, von dem aus man zur Eisenbahnbrücke auf dem Langenberg gelangen konnte. Hier faszinieren Bummi die Rosen, die an einem Fachwerkhaus emporranken: „Nirgendwo blühen sie schöner und duften sie süßer als hier.“ Bummi meint sogar, das Haus müsse „das Schloss aus dem Märchen sein, in dem Dornröschen schläft“. Oder die „Frau Ewee“, die „bei uns am Stausee doch den elektrischen Strom“ macht. So jedenfalls versteht es die kleine Bummi, wenn die „Großen“ von der VEW sprechen – sie hält sie für „eine böse Frau, die manchmal einfach den Strom wegnimmt.“

Am Langenberg reitet das Mädchen frühmorgens mit ihrem Pony entlang: „Bummi hat diese frühe Stunde gewählt, weil auf dieser Straße nach sieben Uhr der Autoverkehr beginnt“ – lang, lang ist es her. Oder sie erkundet mit ihrem Freund Fiete den sagenumwobenen Eisenberg: „Es ist ein riesenlanger Stollen, man kann in ihm durch den Berg hindurch bis nach Brilon laufen.“

Diese und weitere Original-Schauplätze der „Bummi-Bücher“ können kleine und große Lese-Fans bei der Bummi-Wanderung am Dienstag, 23. April, unter der Leitung von Gudrun Hagemeister besuchen. Start ist um 14 Uhr an der Olsberg-Touristik. Die Teilnahme ist kostenlos. Alle Interessierten sind eingeladen.

Quelle: Stadt Olsberg