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Olsberg / Bestwig / Arnsberg. Niclas Bathen aus Bestwig gehört zu den besten Auszubildenden Nordrhein-Westfalens. Mit einer überragenden Prüfungsleistung hat der 19-jährige bei der Firma Olsberg seine Lehre zum Gießereimechaniker abgeschlossen. Dafür ist er nun sowohl von der Industrie- und Handelskammer Arnsberg als auch auf NRW-Landesebene als bester Auszubildender seines Berufes ausgezeichnet worden.

Natürlich kniet man sich in seine Ausbildung rein, damit man einen möglichst guten Abschluss bekommt“, sagt Bathen. „Aber unter den Besten in seinem Bundesland zu landen, ist schon irgendwie ein tolles Gefühl.“ Überzeugen konnte der frischgebackene Gießereimechaniker vor allem mit seinen guten Noten. „Sehr gut“, heißt es auf seinem Abschlusszeugnis. Das ist in diesem Jahr nur etwa 5 Prozent der rund 70.500 Azubis gelungen, die ihre IHK-Prüfung in Westfalen abgelegt haben.

Dabei habe ich in der Schule gar nicht wirklich zu den Überfliegern gehört“, gesteht Bathen. Doch genau dort wurde seine Leidenschaft für technische Zusammenhänge geweckt. „Wir konnten für unsere Fächer den Schwerpunkt Technik wählen, sodass ich in der Schule z.B. schon was über die Gewinnung von Roheisen gelernt habe. Ein Freund hat mir dann vom Beruf des Gießereimechanikers erzählt und weil ich nach meinem Realschulabschluss unbedingt eine Ausbildung machen wollte, war schnell klar, in welche Richtung es für mich geht.

Im September 2011 beginnt Niclas Bathen mit seiner Ausbildung in der Fachrichtung Handformguss in der Gießerei der Firma Olsberg. Drei Jahre lang lernt er hier, wie man Gießsysteme anlegt und entsprechende Formen aus Sand herstellt. Nachdem er sich im ersten Lehrjahr vor allem die Grundlagen der Metallverarbeitung aneignet, durchläuft er danach alle wichtigen Abteilungen; von der Handformerei und dem Modellbau über die Formanlage bis hin zur Qualitätssicherung.
Wir mussten handwerklich und technisch schon einiges lernen, aber unsere Ausbilder haben uns sehr geholfen“, sagt Bathen. So erhalten die rund 30 Azubis der Firma Olsberg z.B. jeden Monat Werksunterricht, der sie schon früh auf ihre Abschlussprüfung vorbereitet.

Sieben Auszubildende der Firma Olsberg haben ihre Abschlussprüfungen erfolgreich bestanden. Daher wurde eine kleine Feierstunde veranstaltet mit (v.l.): Stefan Osebold (Kaufmännischer Leiter), Laura Wahle (Ausbildungsberuf Industriekauffrau), Oliver Quick (Ausbildungsberuf Industriekaufmann), Niclas Bathen (Ausbildungsberuf Gießereimechaniker), Pascal Dünnebacke (Ausbildungsberuf Informatikkaufmann), Anna-Lena Funke (Ausbildungsberuf Industriekauffrau), Vivien Schumann (Ausbildungsberuf Industriekauffrau) und Ralf Kersting (Geschäftsführender Gesellschafter. Nicht im Bild: Sabine Borrmann (Ausbildungsberuf Fertigungsmechanikerin). Foto: Prünte & Kollegen

Sieben Auszubildende der Firma Olsberg haben ihre Abschlussprüfungen erfolgreich bestanden. Daher wurde eine kleine Feierstunde veranstaltet mit (v.l.): Stefan Osebold (Kaufmännischer Leiter), Laura Wahle (Ausbildungsberuf Industriekauffrau), Oliver Quick (Ausbildungsberuf Industriekaufmann), Niclas Bathen (Ausbildungsberuf Gießereimechaniker), Pascal Dünnebacke (Ausbildungsberuf Informatikkaufmann), Anna-Lena Funke (Ausbildungsberuf Industriekauffrau), Vivien Schumann (Ausbildungsberuf Industriekauffrau) und Ralf Kersting (Geschäftsführender Gesellschafter. Nicht im Bild: Sabine Borrmann (Ausbildungsberuf Fertigungsmechanikerin). Foto: Prünte & Kollegen

Drei Jahre klingt gerade für junge Leute nach einer viel längeren Zeit, als es im Endeffekt ist“, erklärt Olsbergs Ausbildungsbeauftragter Dieter Schulte. „Aber dafür wir sind ja da. Wir erinnern unsere Azubis schon rechtzeitig daran, wie wichtig es ist, die Prüfungen nicht zu unterschätzen.“ Das Konzept geht auf: Mit Niclas Bathen konnte das Unternehmen allein in den vergangenen fünf Jahren bereits drei seiner Auszubildenden zur IHK-Landesbestenehrung begleiten.

Die Stimmung im Betrieb ist wirklich gut. Natürlich gibt es interne Veranstaltungen wie z.B. die gemeinsame Weihnachtsfeier, aber gerade wir Azubis haben auch privat einiges unternommen. Dadurch entsteht schon ein toller Zusammenhalt“, sagt Niclas Bathen. Das gute Betriebsklima ist einer der Gründe, warum der 19-jährige auch nach der erfolgreichen Beendigung seiner Lehre in der Firma Olsberg geblieben ist. „Ich bin aber auch froh, dass ich jetzt erstmal ein bisschen Geld verdienen kann.

Auf der anderen Seite freut sich sein Ausbilder Dieter Schulte, dass ihm ein ausgebildeter Gießereimechaniker erhalten bleibt: „Wir arbeiten so lange mit den jungen Leuten zusammen, dass wir unheimlich stolz sind, wenn sie ihre Prüfungen erfolgreich bestehen. Da wollen wir sie natürlich nicht ziehen lassen; schon gar keinen Landesbesten.

Über die Firma Olsberg

Die Firma Olsberg ist Hersteller sowohl für Industrieprodukte aus Eisenguss und Feinblech wie auch Spezialist für die Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien auf der Basis von Scheitholz und Pellets. Olsberg gehört mit seiner weit über 430 jährigen Geschichte zu den ältesten Familienunternehmen Deutschlands und beschäftigt heute 480 Mitarbeiter. Die für die Investitionsgüterindustrie gefertigten Gießerei-Produkte finden sich in Robotern, elektronischen Antriebslösungen, der Wasserversorgung oder auch Baumaschinen wieder.

Die Feinblechprodukte werden sowohl für Markenartikler wie WMF, Stiebel-Eltron, Vaillant oder AEG gefertigt wie auch bei elektrischen Heizsystemen unter der eigenen Marke vertrieben. Mit Kamin- und Pelletöfen werden unter den Markennamen „Olsberg“ der Fachhandel und „Fireplace“ die Baumärkte beliefert. Das Unternehmen hat Produktionsstandorte in Olsberg, Brilon, Königshütte sowie im Rahmen einer Mehrheitsbeteiligung in Ungarn. Eine weitere Tochtergesellschaft in Japan vertreibt die elektrischen Heizsysteme sowie Kamin- und Pelletöfen.

Quelle: Prünte & Kollegen