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Olsberg. Einfacheres Bearbeiten von Anträgen, verbesserte Dokumenten-verwaltung und vor allem weniger „Papierkrieg“ – das sind die Vorteile der neuen Bürgermonitore, die seit kurzem im Bürgerservice der Stadt Olsberg im Einsatz sind. Die etwa Mousepad-großen Geräte erlauben es Bürgerinnen und Bürgern nicht nur, ihre Anträge sofort digital zu signieren, sondern sie verschaffen ihnen auch einen schnellen Überblick, welche persönlichen Daten erfasst und verarbeitet werden. Vier Arbeitsplätze im Bürgerservice sind mit den neuen Monitoren ausgerüstet.

Eingesetzt werden können die Bürgermonitore bei „allem, was dem Bürger zur Unter-schrift vorgelegt wird“, erläutert Mareike Körner vom Bürgerservice der Stadt Olsberg. Zurzeit sind das Anträge auf einen Personalausweis oder Reisepass, Ab-, An- oder Ummeldungen sowie Verlustmeldungen. Diese Dokumente unterschreiben Bürger nun direkt am Bürgermonitor – und zwar mit einem digitalen Stift. Der Vorteil: „Bislang wur-den Daten erfasst, anschließend ausgedruckt, unterschrieben und wieder einge-scannt“, so Mareike Feldberg vom Bürgerservice. Dieser Arbeitsgang fällt künftig weg.

Zudem kann das Team des Bürgerservice per Mausklick den Bürgerinnen und Bürgern nun zeigen, welche Daten gerade bearbeitet werden und welchen Antrag sie dann un-terschrieben – Mareike Körner: „Der Datenabglich wird einfacher – und es ist ein Beitrag zur Transparenz.“ Weiterer Vorteil: Beim Antrag auf Personalausweis oder Reisepass können die Bürgerinnen und Bürger ab sofort ihr Passbild wieder mitnehmen – bislang ging es mitsamt Antrag auf den Weg zur Bundesdruckerei nach Berlin.

Digitale Unterschrift auf dem Bürgermonitor: Mareike Körner (li.) und Mareike Feldberg vom Bürgerservice zeigen, wie es funktioniert. Foto: Stadt Olsberg

Die so erfassten Daten werden in der „e-Akte“ gespeichert – einer „elektronischen Akte“, die ebenfalls neu im Bürgerservice genutzt wird. Sie löst die Papier-Akten ab, mit denen das Team des Bürgerservice bislang gearbeitet hat. Der Vorteil: Die Arbeit mit den digitalen Daten funktioniert schneller und dadurch auch kostengünstiger, zudem reduziert sich der Aufwand für die Papierakten-Ablage Schritt für Schritt. Auch der Papierverbrauch selber sinkt im Bürgerservice. Zusätzliche Daten werden durch den Umstieg auf die „e-Akte“ übrigens nicht erfasst – auch der Datenschutz ist durch die Zusammenarbeit mit der KDVZ Citkomm in Iserlohn stets gewährleistet.

In der 2. Jahreshälfte soll der Einsatz der Bürgermonitore auf weitere Anträge wie etwa An- und Abmeldung von Hunden oder Anträge auf Fischereischeine ausgeweitet wer-den. Bürgermeister Wolfgang Fischer: „Die Bürgerinnen und Bürger profitieren doppelt: Zum einen durch ein Stück mehr Service, zum anderen durch die Vereinfachung der Verwaltungsarbeit, die langfristig Kosten spart.

Quelle: Stadt Olsberg