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Olsberg. Wenn Kindern vorgelesen wird, hilft ihnen das beim Spracherwerb. Das gilt auch für Jungen und Mädchen, die aus anderen Sprachräumen nach Deutschland gekommen sind. Das mehrsprachige Vorlesen war deshalb jetzt Thema eines Seminars im Städtischen Familienzentrum Olsberg, an dem Lesepatinnen aus dem gesamten Hochsauerlandkreis teilnahmen.

Organisiert wurde diese Fortbildung von Familienzentrum-Mitarbeiterin Renate Würminghausen in Zusammenarbeit mit Inge Bramane vom Kommunalen Integrationszentrum des Hochsauerlandkreises. Die Teilnehmerinnen, die aus dem Raum Raum Marsberg, Brilon, Olsberg und Meschede ins Städtische Familienzentrum gekommen waren, lesen in den verschiedenen Einrichtungen den Kindern Geschichten und Bilderbücher vor – neben der deutschen vor allem in arabischer, russischer, türkischer oder polnischer Sprache.

Das mehrsprachige Vorlesen war Thema eines Seminars im Städtischen Familienzentrum Olsberg, an dem Lesepatinnen aus dem gesamten Hochsauerlandkreis teilnahmen. Foto: © Städtisches Familienzentrum Olsberg

Das mehrsprachige Vorlesen war Thema eines Seminars im Städtischen Familienzentrum Olsberg, an dem Lesepatinnen aus dem gesamten Hochsauerlandkreis teilnahmen. Foto: © Städtisches Familienzentrum Olsberg

Sie diskutierten mit der Referentin Natascha Fröhlich vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften aus Köln, Fachfrau für interkulturelle Bildung, über zahlreiche Themen aus der Praxis. Welche äußeren Rahmenbedingungen sollten geschaffen werden, wenn ich ein Buch lese? Erzählen und Vorlesen – worauf muss geachtet werden? Warum ist Mehrsprachigkeit wichtig? – Dies sind einige Fragen, die bei der engagierten Diskussion im Mittelpunkt standen. Anhand eines Bilderbuches wurde in einer praktischen Übung dargestellt, wie ein Buch vermittelt werden kann – einmal auf Deutsch, einmal in der jeweiligen Herkunftssprache.

Fazit des Tages: „Das Erlernen der deutschen Sprache und die Mehrsprachigkeit sind wie zwei Räder eines Fahrrads – nur gemeinsam können sie dazu dienen, das Ziel des Spracherwerbs zu erreichen“, so Brigitte Klaucke, Leiterin des Städtischen Familienzentrums.

Quelle: Stadt Olsberg