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Olsberg. Es soll ein weiterer Schritt hin zu einer kinder- und familienfreundlichen Stadt Olsberg werden: Das Netzwerk „Frühe Hilfen und Kinderschutz“ wird am Mittwoch [22. Oktober 2014] im OIsberger Rathaus gegründet. Ziel ist es, Angebote und Aufgaben zu sammeln sowie Verfahren im Kinderschutz abzustimmen.

Mit Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes Anfang 2012 sind die Jugendämter beauftragt, Rahmenbedingung für verlässliche Netzwerkstrukturen im Kinderschutz zu schaffen. Das Kreisjugendamt des Hochsauerlandkreises ist durch seinen „Spezialdienst Kinderschutz“ bereits sehr gut aufgestellt. Sandra Salmen ist für die flächendeckende Gründung von jeweils eigenen Netzwerken „Frühe Hilfen und Kinderschutz“ in den neun Städten und Gemeinden des Kreisjugendamtes zuständig. Nachdem im vergangenen Jahr das Briloner Netzwerk erfolgreich an den Start gegangen ist, steht nun die Netzwerkgründung in Olsberg an. „Wir haben uns entschieden, Olsberg als zweiter Kommune die Netzwerkgründung anzubieten, weil hier schon durch das Olsberger Familienbüro mit seinen vielfältigen Aufgaben sehr gute Strukturen im Bereich Familienförderung vorhanden sind, auf die wir aufbauen können.“ so Netzwerkinitiatorin Sandra Salmen.

Im Fachausschuss Ordnung und Soziales des Rates der Stadt Olsberg stellten Initiatorin Sandra Salmen und Kreisjugendamtsleiter Bernd Wagner die Netzwerk-Idee vor. „Frühe Hilfen sind mir neben den anderen Themen der Familienförderung ein wichtiges Anliegen hier in Olsberg. Ich freue mich, dass mit diesem Netzwerk ein weiteres Mosaikstück auf unserem Weg zu einer kinder- und familienfreundlichen Stadt hinzugefügt wird“, betont Olsbergs Bürgermeister Wolfgang Fischer.

Ziel der Netzwerkgründung ist es, Informationen über Angebote und Aufgaben und deren Struktur zu sammeln und zu kanalisieren. Außerdem geht es um die Abstimmung der Verfahren im Kinderschutz. Beteiligte sollen laut Gesetz insbesondere alle Träger der Jugendhilfe und soziale Dienste, Polizei- und Ordnungsbehörden, Schulen, Gesundheitsämter und Heilberufe, Krankenhäuser und Familiengerichte sein.

Die Einladung wird dieser Tage in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt vom Olsberger Rathaus verschickt. „Für mich ist es wichtig, dass erstmals alle Personen, die mit dem Thema Kinderschutz zu tun haben, zusammen am Tisch sitzen und sich kennen lernen. Wenn man sich persönlich kennt, ist es viel leichter, sich über fachliche Vorgehensweisen auszutauschen oder im Ernstfall einer Kinderwohlgefährdung untereinander Kontakt aufzunehmen.“ erklärt die die Olsberger Familienmanagerin Jutta Maas. Britta Discher von Kinderschutzbund des Kreises Unna wird beim Gründungstreffen in einem Impulsreferat Aspekte des kooperativen Kinderschutzes am Beispiel des Falles „Pippi Langstrumpf“ aufzeigen. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Veranstaltung werden über die Umsetzung des Bundeskinderschutzgesetzes informiert und haben die Möglichkeit, Wünsche und Bedarfe für ein Netzwerk „Frühe Hilfen und Kinderschutz“ in Olsberg abzustecken.

Zur Netzwerkgründung im Olsberger Rathaus am Mittwoch [22.Oktober 2014] von 17.00 bis 19.30 Uhr sind alle interessierten Fachkräfte in den Olsberger Ratssaal eingeladen. Um Anmeldung per E-Mail an jutta.maas@olsberg.de wird bis Mittwoch [15. Oktober 2014] gebeten.

Quelle: Stadt Olsberg