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Olsberg. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten – darüber, dass großflächige Werbetafeln nicht unbedingt eine Verschönerung des Stadtbildes darstellen, waren sich die Mitglieder des Olsberger Stadtrates in ihrer jüngsten Sitzung allerdings einig. Mit einer eigenen Satzung will die Stadt Olsberg deshalb nun regeln, wie sie mit solchen Werbeanlagen umgeht.

Hintergrund: Werbeunternehmen, die bundesweit tätig sind, möchten aktuell drei großflächige Werbetafeln in der Ortsdurchfahrt von Bigge und Olsberg aufstellen – jedenfalls liegen der Stadtverwaltung entsprechende Anträge vor. Die größte dieser Anlagen soll im Bereich eines heimischen Baumarkts entstehen: Ein freistehender, doppelseitiger „Werbepylon“ mit einer Höhe von insgesamt 5,50 Meter und einer Breite von 3,30 Meter.

Werbung muss sein – aber wir sollten nicht zulassen, dass unsere Orte verhunzt werden“, brachte es Bürgermeister Wolfgang Fischer auf den Punkt. In der Satzung soll deshalb festgeschrieben werden, dass Werbeanlagen nur dann erlaubt sind, wenn ansässige Unternehmen ihre eigenen Produkte bewerben – und zwar immer an dem Ort, wo die jeweilige Leistung auch erbracht wird. Fremdwerbung – zum Beispiel für Partnerunternehmen – darf nur weniger als die Hälfte der jeweiligen Werbefläche ausmachen. Gelten soll die neue Satzung im gesamten gewerblich genutzten Bereich der Kernstadt.

Wir wollen mit der neuen Satzung zunächst einmal Erfahrungen sammeln“, erläuterte Hubertus Schulte, Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung. Bei Bedarf könne die Satzung dann auch durchaus neuen Erfordernissen angepasst werden. In Kürze will die Stadtverwaltung auch mit der Werbegemeinschaft „Fachwelt Olsberg“ und anderen Gewerbetreibenden das Gespräch über die neue Satzung suchen.

Quelle: Stadt Olsberg