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Olsberg. Die Stadt Olsberg erfahren – mit allen Sinnen, „und manchmal auch mit Händen und Füßen“, schmunzelt Régis Dransart. Doch der Präsident der „Freunde von Olsberg“ in der französischen Partnerstadt Fruges weiß auch, dass Sprachbarrieren keine Rolle spielen, wenn sich Menschen wirklich verstehen. 21 Jugendliche aus Fruges besuchen zurzeit die Stadt Olsberg, um „Land und Leute“ ihrer Partnerstadt kennenzulernen.

Sowohl bei den Jugendlichen wie auch bei den Gasteltern sind viele neue Gesichter dabei“, freut sich Karl Metten, Vorsitzender der Olsberger Partnerschaftsvereinigung. Vom 21. bis 28. August sind die Kinder und Jugendlichen im Alter von elf bis 16 Jahren in ihrer sauerländischen Partnerstadt zu Gast. Und schon am ersten Tag waren die Eindrücke sehr positiv, weiß Régis Dransart zu berichten: „Nette, offene Menschen, eine viel größere Stadt als in ihrer Heimat und ein völlig anderes Orts- und Landschaftsbild.“ In einer Stadtrallye hatten die Jugendlichen aus Fruges die erste Gelegenheit, sich im Team mit ihren gleichaltrigen Gastgebern mit Olsberg vertraut zu machen. Neben möglichst vielen Punkten stand dabei noch ein anderes Ziel im Mittelpunkt: „Es mussten beide Sprachen benutzt werden, damit man zum richtigen Ergebnis kommt“, erläutert Natacha Lafleur, Französisch-Lehrerin an der Olsberger Realschule. Sprachlich wie menschlich: „Die Jugendlichen sollen die Stadt und ihre Gastgeber kennenlernen“, so Régis Dransart.

Eine Stele stellt auch die Partnerschaft mit Fruges dar: Die französischen Jugendlichen und ihre Gastgeber im „Garten der Freundschaft“ in Olsberg. Bildnachweis: Stadt Olsberg

Eine Stele stellt auch die Partnerschaft mit Fruges dar: Die französischen Jugendlichen und ihre Gastgeber im „Garten der Freundschaft“ in Olsberg.
Bildnachweis: Stadt Olsberg

Und dazu trägt auch das restliche Programm bei: Die Besuche im AquaOlsberg und im Fort Fun Abenteuerland seien stets die absoluten „Highlights“, weiß Karl Metten. Der Tagesausflug führt diesmal nach Duisburg mit dem größten Binnenhafen Europas. Erstmals ist auch eine kurze Tour auf dem Olsberger Kneipp-Wanderweg im Programm – „schließlich ist Olsberg der älteste Kneippkurort in ganz NRW“, so Karl Metten. Sport, Grillen und natürlich die obligatorische Disco am Abschiedsabend gehören ebenfalls dazu. Bereits bei der Begrüßung im Sitzungssaal des Rathauses hatte Bürgermeister Wolfgang Fischer auf die lange Tradition des Jugendaustausches mit Fruges hingewiesen – übrigens in französischer Sprache. Sehr bewusst räume man den Jugendlichen auch einen freien Tag ein, den sie gemeinsam mit ihren Gastgebern verbringen – Natacha Lafleur: „So erleben sie das Leben in den Familien, wie es wirklich ist.“ Ebenfalls bringen sich die Gasteltern in das Programm des Jugendaustauschs ein – sei es als Betreuer, als Helfer bei Grillen oder eben als Begleitung beim Schwimmen im AquaOlsberg. Karl Metten: „Uns ist wichtig, dass so eine Begegnung keine städtische Angelegenheit ist, sondern von den Menschen getragen wird.

Mehr ein Zufall ist es, dass der Besuch genau im 50. Jahr der deutsch-französischen Freundschaft stattfindet. „Natürlich haben wir im Unterricht darüber gesprochen“, erklärt Régis Dransart. Für die Jugendlichen ist das aber vor allem eines – Geschichte. Die Gegenwart findet in Olsberg und Fruges statt, unterstreicht Régis Dransart: „Heute ist die Begegnung für die Menschen eine – schöne – Selbstverständlichkeit geworden.

Quelle: Stadt Olsberg