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Olsberg / Elpe / Brunskappel. Die HochsauerlandEnergie GmbH (HE) prüft zurzeit, ob und in welcher Form sie im Bereich Mannstein nördlich von Elpe und Brunskappel einen Windpark errichten kann. Dazu baut die HE zurzeit gemeinsam mit einem anderen Projektierer einen so genannten Windmessmasten. Ein Jahr lang soll dieser Windmessmast wichtige Daten für einen späteren möglichen Betrieb von Windkraftanlagen liefern.

Der Windmessmast selbst wird 102 Meter hoch werden – bei einer Seitenlänge von weniger als 50 Zentimetern. Industriekletterer montieren den Masten in diesenbTagen auf einem Grundstück des Ruhrverbands; seitliche Abspannungen mittels Stahlseilen sorgen für die notwendige Stabilität. Eine rot-weiße Signal-Kennzeichnung sowie eine nächtliche Befeuerung stellen sicher, dass das Bauwerk rund um die Uhr auch vom Luftverkehr gut erkannt werden kann.

Der Hochsauerlandkreis hatte vor kurzem die Baugenehmigung für das Vorhaben erteilt – am Verfahren beteiligt waren neben den Trägern der öffentlichen Belange auch die Luftfahrtbehörden sowie die Stadt Olsberg.
Angebracht sind am Windmessmast ein Anemometer, das die Windgeschwindigkeit misst, Windfahnen sowie Geräte, die Temperatur, Luftfeuchte und Luftdruck messen. Die Dauer der Messung wird etwa ein Jahr betragen – die entsprechenden Daten sollen dann eine Entscheidungsgrundlage liefern, ob und in welcher Form die HE die Pläne für einen möglichen Windpark im Bereich Mannstein weiter vorantreiben wird.

Allerdings: Neben den wirtschaftlichen Grundlagen müssen natürlich auch die planungsrechtlichen Voraussetzungen vorliegen, um den Bereich Mannstein für die Windkraft auch nutzen zu können. Die entsprechenden Verfahren – zum Beispiel die Arbeit am Teilplan Energie zum Regionalplan – sind noch nicht abgeschlossen.

Bereits im Jahr 2012 hatte die HE eine Bürgerinformation zum Thema Windkraft in Elpe durchgeführt, war damals auf die Wünsche der Bürger eingegangen und hatte weitere Planungen am Braberg beendet. Daran habe sich auch nichts geändert, unterstreichen die HE-Geschäftsführer Christoph Rosenau und Siegfried Müller, „der Braberg bleibt im Rahmen unserer Planungen unberücksichtigt.“ Sollten sich die weiteren Flächen als wirtschaftlich und planungsrechtlich geeignet für eine Windkraft-Nutzung erweisen, werde sich das Kommunalunternehmen im Bereich Mannstein aber auf jeden Fall engagieren.

Dabei sei den Verantwortlichen natürlich bewusst, dass die Windkraftpläne im Sauerland durchaus kontrovers beurteilt werden, aber: „Wenn wir uns hier nicht engagieren, dann stehen eine Vielzahl anderer Projektierer bereits in den Startlöchern und die wirtschaftlichen Erträge fließen größtenteils aus unserer Region ab“, so Müller und Rosenau.

Quelle: HochsauerlandEnergie GmbH