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Olsberg. Stadtentwicklung im Dialog: Bei Planung und Umsetzung der Baumaßnahmen für die „neue“ Olsberger Innenstadt setzt die Stadtverwaltung Olsberg weiterhin auf einen engen Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Deshalb waren jetzt die Geschäftsinhaber und Anlieger des künftigen Kreisverkehrs Bahnhofstraße / Hüttenstraße ins Rathaus eingeladen, um sich über den aktuellen Planungsstand zu informieren.

Im Frühjahr kommenden Jahres sollen die Arbeiten am dritten Kreisverkehr im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts starten – Bürgermeister Wolfgang Fischer machte deutlich, dass der „Kreisel“ zum einen für einen verbesserten Verkehrsfluss zwischen den Achsen Bahnhofstraße, Hüttenstraße und Sachsenecke sorgen werde. Und zum anderen bieten sich auch für Passanten Vorteile – etwa durch die drei Fußgängerüberwege, die rund um den Kreisverkehr entstehen.

Zudem soll es für das Gebiet eine „große Lösung“ geben: Neben dem reinen Kreisverkehr will die Stadt Olsberg auch die Verkehrsflächen im Bereich der unteren Sachsenecke neu gestalten. Die Chancen dafür stehen gut, erläuterte Hubertus Schulte, Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung. Nicht zuletzt aufgrund der privaten baulichen Projekte werde die Entwicklung der Sachsenecke von der Bezirksregierung Arnsberg als überaus positiv bewertet. Im Rathaus bereite man daher aktuell einen Förderantrag vor, um diesen Bereich in die Weiterentwicklung der Innenstadt einbeziehen zu können, so Hubertus Schulte: „Auch dieser Bereich gehört zum Stadtkern.“ Ebenso wie für den Kreisverkehr müssen auch für die untere Sachsenecke Detailplanungen erst noch erarbeitet werden. Sie sollen den Anliegern im März in einer erneuten Versammlung vorgestellt werden.

Anliegerinformation in Sachen Kreisverkehr Hütten-/Bahnhofstraße: Die Olsberger Stadtverwaltung stellte den Anliegern den aktuellen Planungsstand vor. Foto: © Stadt Olsberg

Anliegerinformation in Sachen Kreisverkehr Hütten-/Bahnhofstraße: Die Olsberger Stadtverwaltung stellte den Anliegern den aktuellen Planungsstand vor. Foto: © Stadt Olsberg

Den aktuellen Planungsstand präsentierte Dipl.-Ing. Jörg Kotthoff den Bürgerinnen und Bürgern. Gestaltet werden soll der geplante Kreisverkehr ebenso wie sein „Zwilling“ am Olsberger Markt – auch wenn der neue Kreisel in seinen Abmessungen etwas kleiner ausfallen wird. Im Bereich von Kreisverkehr, Bahnhofstraße und Sachsenecke soll es nach Fertigstellung sogar mehr Parkplätze geben als bislang. „Wir wissen um den Parkdruck an dieser Stelle“, erläuterte Jörg Kotthoff. Eine Tatsache, die auch bei den Anliegern auf breite Zustimmung stieß. Möglich wird das durch eine Schrägaufstellung der Parkplätze in der unteren Sachsenecke, einen Parkstreifen an der Bahnhofstraße und eine Neuorganisation der Flächen im Bereich der Zufahrt zum Ärztehaus entlang des Sitterbachs.

Die untere Sachsenecke wird dabei zum verkehrsberuhigten Bereich; entlang des Sitterbachs wird eine Verbindung zum Kurpark geschaffen. Ebenso gibt es mehr Platz für Fußgänger im Umfeld der Geschäfte am Kreisverkehr. Anregungen der Anlieger zu verbesserten Wendemöglichkeiten, die sich in der Versammlung ergaben, nehmen die Planer ebenso mit wie Hinweise zur Bepflanzung.

Allerdings, so Bürgermeister Fischer, seien die Standorte für Bäume aktuell keineswegs „in Stein gemeißelt“ – zum einen müsse noch geprüft werden, inwieweit Trassen von Versorgungsleitungen frei bleiben müssen, zum anderen werde es enge Absprachen mit den Eigentümern geben. Ebenso könne und werde man den Eigentümern nicht in die Nutzung ihrer Grundstücke hereinreden: „Selbstverständlich kann auch weiterhin auf eigenem Grund und Boden geparkt werden – diese Flächen sollen genutzt werden.“

In den kommenden Wochen soll es nun weitere Einzelgespräche mit den Anliegern geben, kündigte Thomas Rösen, stv. Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung, an. Bisherige Gespräche seien durchweg konstruktiv und lösungsorientiert verlaufen. In der Winterzeit dann werden die Bauleistungen ausgeschrieben, so dass im kommenden Frühjahr die Arbeiten beginnen können. Im Jahr 2018 soll dann der eigentliche Kreisverkehr gebaut werden, Sachsenecke und Umfeld will die Stadt Olsberg voraussichtlich im Jahr 2019 angehen – „wenn wir Fördermittel erhalten“, so Wolfgang Fischer, „ohne solche Mittel wird es nicht gehen.“ Gleichzeitig lud er die Anwohner ein, bei Fragen oder Problemen das Team des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung zu kontaktieren: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen gern zur Verfügung – sprechen sie uns an, kommen sie auf uns zu.

Quelle: Stadt Olsberg
Foto: © Stadt Olsberg