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Olsberg. Rund 50 Interessierte kamen zur Auftaktveranstaltung des Netzwerks „Frühe Hilfen und Kinderschutz“ im Olsberger Rathaus. Diese hohe Teilnehmerzahl sowie das rege Interesse an den Vorträgen zeigen, dass in der Stadt Olsberg eine hohe Bereitschaft zur Mitarbeit vorhanden ist. Im Mittelpunkt steht dabei immer das Wohl der Kinder.

Das Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz lenkt den Fokus auf Netzwerke vor Ort. Bestehende Hürden für eine Zusammenarbeit will man mit verein-ten Kräften überwinden, außerdem eine neue Qualität im Kinderschutz durch systemübergreifende Perspektiven- und Ressourcenvielfalt im Zusammenwirken der Fachkräfte erreichen. Vorsorge und notfalls das frühe Eingreifen stehen im Mittelpunkt. Alle Institutionen, die mit Kindern/Jugendlichen und Eltern in Kontakt sind sollen einbezogen werden in die Netzwerke: Das reicht von der Jugend- und Gesundheitshilfe, über Schule, Behindertenhilfe und Sozialämter bis hin zur Polizei.

Die Stadt Olsberg ist auch bisher bereits gut aufgestellt: Als eine der ersten Kommunen überhaupt – das betonte Bürgermeister Fischer nicht ohne Stolz – hat sie sein Familienbüro mit einer ausgebildeten Familienmanagerin, nämlich Jutta Maas. Dort laufen schon seit einiger Zeit viele Fäden für Familien in Olsberg zusammen. Wer einen guten Überblick über die Angebote und Ansprechpartner vor Ort bekommen möchte, ist dort an der richtigen Adresse.

In Kleingruppen wurden Ziele der Netzwerkarbeit zum Wohle von Kindern diskutiert. Foto: Stadt Olsberg

In Kleingruppen wurden Ziele der Netzwerkarbeit zum Wohle von Kindern diskutiert. Foto: Stadt Olsberg

Sandra Salmen koordiniert beim Kreisjugendamt das Netzwerk. Sie erläuterte den Auftrag der Jugendämter, flächendeckend verbindliche Strukturen der Zusammenarbeit im Kinderschutz tätigen Einrichtungen und Träger aufzubauen und weiterzuent-wickeln. Das Kreisjugendamt hat sich aufgrund der Größe des Zuständigkeitsbereiches entschieden, dezentrale Netzwerke in jeder Stadt/Gemeinde einzurichten, damit diese überschaubar und arbeitsfähig sind.
Britta Discher, Fachberaterin beim Kinderschutzbund im Kreis Unna, zeigte anhand des Gesetzes auf, dass der Kinderschutz eine gemeinsame Verantwortung ist und viele Berufsgruppen mit ins Boot nimmt. Gerade darum ist die Netzwerkarbeit so wichtig.

Den Teilnehmern der Auftaktveranstaltung sind – das wurde in der Diskussion in Kleingruppen deutlich – vor allem der Austausch von Informationen über Institutionen und deren Akteure wichtig. Gewünscht sind transparente Kommunikationswege, Datenschutz, aber auch Rückmeldungen. Der Wunsch nach der Diskussion von Fachthemen in Kleingruppen wurde laut. Auch die Beratung und den Austausch über Verfahren im Kinderschutz mit erfahrenen Fachleuten halten die Teilnehmer für sinnvoll. In all diesen Bereichen sieht Britta Discher einen Bedarf an Informationen, Unterstützung und fachspezifischen Fortbildungen.

Künftig sollen Netzwerktreffen regelmäßig ein bis zwei Mal im Jahr in Olsberg stattfinden. Zusätzlich können und sollen spezielle Themen von einzelnen Berufsgruppen in Kleingruppen gemeinsam mit Sandra Salmen vom Kreisjugendamt erarbeitet werden. Die Ergebnisse sollen dann in der großen Gruppe vorgestellt werden.

Quelle: Stadt Olsberg