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Olsberg. Eine Gefahr zu erkennen ist die erste und wichtigste Voraussetzung, um richtig reagieren zu können: Diese Erfahrung machte jetzt das Team der Olsberger Stadtverwaltung. In einer Alarmübung trainierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung den „Notfall“ – pünktlich zum „Tag des Rauchmelders“ am 13. Juni 2014.

Exakt um 15.07 Uhr schrillte im Rathaus das Alarmsignal – Zeichen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sofort ihre Arbeitsplätze zu verlassen und sich am Sammelpunkt auf dem Bigger Platz einzufinden. „Sind wirklich alle raus?“ – diese wichtige Frage galt es als erstes zu klären. Kameraden des Löschzuges Bigge-Olsberg nahmen das Rathaus „unter die Lupe“, um abzusichern, dass wirklich niemand zurück geblieben war. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen – allerdings: „Nicht in allen Bereichen des Rathauses war der Alarmton gut zu hören“, so das erste Fazit von Bürgermeister Wolfgang Fischer. „Letztlich geht es ja auch darum, Schwachstellen zu erkennen, um sie dann beseitigen zu können“, ergänzt Brandmeister Heiner Müthing vom Löschzug Bigge-Olsberg.

Nach Ende der Alarmübung zogen Bürgermeister Wolfgang Fischer (li.) und Brandmeister Heiner Müthing (mi.) eine erste Bilanz. Foto: (c) Stadt Olsberg

Nach Ende der Alarmübung zogen Bürgermeister Wolfgang Fischer (li.) und Brandmeister Heiner Müthing (mi.) eine erste Bilanz. Foto: (c) Stadt Olsberg

Der Fachmann zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf der Alarmübung. Allerdings: Man könne als Betroffener nicht automatisch davon ausgehen, dass es sich beim durchdringenden Signal um einen Probealarm handelt: „Irgendwann könnte es ein echter Notfall sein – und dann gilt es, richtig zu handeln.“ Das gilt übrigens nicht nur für das Team der Stadtverwaltung, sondern auch für Besucherinnen und Besucher, die sich dann im Rathaus befinden. Hier will die Stadt vermehr auf so genannte „Evakuierungshelfer“ achten – ebenso wie auf die gute Wahrnehmbarkeit des Alarmtons.
„Eine Gefahr zu erkennen kann Leben retten“, betont Heiner Müthing eindringlich. In Privatwohnungen empfiehlt er deshalb dringend, Rauchmelder zu installieren.

Der 13. Juni 2014 ist deshalb „Tag des Rauchmelders“ – Heiner Müthing: „Wenn Menschen bei einem Brand ums Leben kommen, dann meist deshalb, weil sie das Feuer nicht bemerken und im Schlaf ersticken. Den besten Schutz davor bieten Rauchmelder.“ Er empfiehlt, beim Kauf von Rauchmeldern auf das unabhängige Qualitätszeichen „Q“ zu achten: „Rauchmelder mit dem „Q“ werden einer erweiterten Qualitätsprüfung unterzogen. Sie werden auf ihre Langlebigkeit geprüft, weisen deutlich weniger Fehlalarme auf, haben eine erhöhte Stabilität und eine fest eingebaute Batterie, die über eine Lebensdauer von mindestens 10 Jahren verfügt.“ Der Fachmann rät dazu, Rauchmelder in Kinder- und Schlafzimmern sowie in Fluren zu installieren: „Damit die Melder vom Brandrauch ungehindert erreicht werden und so schon Brände in der Entstehungsphase erkennen können, ist es wichtig, dass sie an der Decke möglichst in der Raummitte angebracht sind.“ Auch Keller oder Dachboden sollten dabei nicht vergessen werden.

Weitere Infos zu den kleinen Lebensrettern gibt es bei den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Olsberg oder unter www.rauchmelder-lebensretter.de im Internet.

Quelle: Stadt Olsberg