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Olsberg. Ein Ort der Erinnerung an Menschen, die die Stadt Olsberg in der Vergangenheit (mit-)geprägt haben:

Gemeinsam mit Vertretern aus Heimatbund, Bund der Vertriebenen, Rat und Verwaltung weihte Bürgermeister Wolfgang Fischer (mi.) jetzt die Gedenktafeln auf dem Olsberger Friedhof ein. Bildnachweis: Stadt Olsberg

Gemeinsam mit Vertretern aus Heimatbund, Bund der Vertriebenen, Rat und Verwaltung weihte Bürgermeister Wolfgang Fischer (mi.) jetzt die Gedenktafeln auf dem Olsberger Friedhof ein.
Bildnachweis: Stadt Olsberg

Auf dem Olsberger Friedhof wurden jetzt im Rahmen einer Feierstunde die ersten Gedenktafeln für verdiente Bürgerinnen und Bürger der Stadt Olsberg eingeweiht. Drei Bronzetafeln erinnern nun an Dr. Karl Storck, Friedrich Lenze und die Heimatvertriebenen. „Zur Zukunft gehört immer auch das Wissen um die Vergangenheit“, so Olsbergs Bürgermeister Wolfgang Fischer.

Bereits vor einigen Jahren hatten die Mitglieder des Ausschusses Bildung, Sport, Freizeit beschlossen, auf dem Olsberger Friedhof einen Bereich anzulegen, in dem verdienter Bürgerinnen und Bürger gedacht wird. „Auch, wenn die Nutzungsfristen für die eigentlichen Grabstätten abgelaufen sind, kann so dauerhaft an diese Menschen und ihr Wirken erinnert werden“, betont Wolfgang Fischer.

Dr. Karl Storck (1873 – 1920) war ein bedeutender Musikwissenschaftler, der besonders in den ersten beiden Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts in Forschung und Wissenschaft Akzente setzte. So war Storck unter anderem Vorsitzender des Deutschen Schriftstellerverbandes und Mitarbeiter führender Zeitschriften. Im Jahr 1895 erhielt er für seine Arbeit „Entstehung und Quellen der Märchen Brentanos“ den Grimmpreis. Friedrich „Fritz“ Lenze, geboren im Jahr 1897, war von 1949 bis 1969 Bürgermeister der Gemeinde Olsberg. „Seine Amtszeit war ge-prägt von den Problemen der Nachkriegszeit, zum Beispiel die Schaffung von Wohnraum für die Vertriebenen“, so Bürgermeister Wolfgang Fischer. Fritz Lenze war zudem maßgeblich an der ersten kommunalen Neugliederung zur Entstehung der Stadt Bigge-Olsberg beteiligt. Die dritte Tafel wurde im Gedenken an alle Heimatvertriebenen angebracht. „Sie mussten als Folge des Zweiten Weltkrieges ihre Heimat in den damaligen deutschen Ostgebieten verlassen und fanden fern ihrer Heimat hier ihre letzte Ruhe“, erläuterte Wolfgang Fischer.

Der Dank des Bürgermeisters galt der Firma Hanfland, die die Gedenktafeln hergestellt hat, der Firma Oventrop, die die Tafeln kostenlos gegossen hat sowie Roland Ditz, der die Aufstellung übernommen hatte. Ausdrücklich dankte Wolfgang Fischer zudem den Ideengebern Iris und Horst Schindler sowie Josef Engel vom Bund der Vertriebenen, Werner Menke und Heinz Lettermann. Nun sei es an den Bürgerinnen und Bürger, die Erinnerung an die Menschen vergangener Jahrzehnte wachzuhalten, betonte das Stadtoberhaupt: „Sie haben Akzente in der und für die Stadt Olsberg gesetzt.“

Quelle: Stadt Olsberg