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Olsberg. Für die Besucherinnen und Besucher, die sich in Waldsauna, Sole- oder Freizeitbad tummeln und entspannen, bleibt eine Visite im AquaOlsberg das Gesundheits- und Wellness-Erlebnis, das es jetzt schon ist. Für die Betreiber der Sauerlandtherme ändert sich dagegen eine ganze Menge: Ein neues Blockheizkraftwerk (BHKW) sorgt dafür, dass die Nutzung von Strom und Wärme im AquaOlsberg noch wirtschaftlicher als bislang erfolgen kann.

In den vergangenen Wochen wurde das „Kraftpaket“ in der Energiezentrale der Sauerlandtherme eingebaut und in Betrieb genommen. Prinzip des BHKW: Ein Verbrennungsmotor, der mit Gas befeuert wird, treibt einen elektrischen Generator an. Der Generator erzeugt Strom, die Abwärme des Motors wird zu Heizzwecken genutzt. Name des Verfahrens: Kraft-Wärme-Kopplung – kurz „KWK“. Der Vorteil: Gegenüber einer getrennten Versorgung mit Wärme und Strom weist die gekoppelte Wärme- und Stromerzeugung eine wesentlich höhere Gesamt-Effizienz auf. „Und diese selbst erzeugte Wärme und den Strom können wir selbst nutzen“, erläutert Johannes Butterweck, Badleiter des AquaOlsberg.

Geschäftsführer Andreas Rüther (li.) und Badleiter Johannes Butterweck präsentieren das neue Blockheizkraftwerk in der Heizzentrale des AquaOlsberg. Foto: Stadt Olsberg

Geschäftsführer Andreas Rüther (li.) und Badleiter Johannes Butterweck präsentieren das neue Blockheizkraftwerk in der Heizzentrale des AquaOlsberg. Foto: Stadt Olsberg

Im Gegensatz zu BHKW in privaten Wohngebäuden wird die erzeugte Energie nicht ins Stromnetz eingespeist, sondern selbst verbraucht. „Der Vorteil ist, dass wir damit den Grundbedarf im AquaOlsberg decken können“, so Andreas Rüther, Geschäftsführer der Touristik und Stadtmarketing Olsberg GmbH. Dafür wird das neue BHKW rund um die Uhr in Betrieb sein – knapp 8.800 Stunden pro Jahr. Dabei erzeugt das „Mini-Kraftwerk eine Dauer-Leistung von 50 kw Strom und 80 kw an Heizenergie. Eine Betriebsdauer von zehn Jahren ist garantiert – „da läuft ein Motor zehn Jahre am Stück“, so Andreas Rüther. Die Verantwortlichen der Sauerlandtherme erwarten pro Jahr einen Kostenvorteil von rund 11.500 Euro – nach Abzug aller Wartungs-, Betriebs- und Kapitalkosten.

Begonnen wurde mit dem Einbau im Herbst. Weil Wärmeleitungen umgelegt wurden, musste das AquaOlsberg zwei Tage lang geschlossen werden. „Alle Arbeiten haben reibungslos geklappt“, freut sich Johannes Butterweck. Nach dem Einbau des eigentlichen BHKW konnte das Kraftwerk nun in Betrieb genommen werden. Johannes Butterweck: „Natürlich dauert es etwas, bis der Normalbetrieb „rund läuft“ – aber unsere ersten Erfahrungen sind durchweg positiv.“ Rund 170.000 Euro hat die Sauerlandtherme in das neue BHKW investiert.

Blick „hinter die Kulissen“ des BHKW: Ein Verbrennungsmotor, der mit Gas befeuert wird, treibt einen elektrischen Generator an. Foto: Stadt Olsberg

Blick „hinter die Kulissen“ des BHKW: Ein Verbrennungsmotor, der mit Gas befeuert wird, treibt einen elektrischen Generator an. Foto: Stadt Olsberg

Bereits in der Bauphase des AquaOlsberg hatte man den Einbau eines BHKW geprüft – und damals verworfen. „Die Rahmenbedingungen mit staatlicher Förderung und Energiepreisen waren damals anders“, erinnert sich Andreas Rüther, „ein Blockheizkraftwerk war nicht wirtschaftlich.“ Das hat sich jetzt geändert: „Wir können auf diese Weise die Wirtschaftlichkeit erhöhen – und wir machen das AquaOlsberg auch ein Stück weit unabhängig von steigenden Energiepreisen.

Quelle: Stadt Olsberg