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Olsberg, Arnsberg (ots) – In Arnsberg und Olsberg kam es in den letzten zwei Tagen zu vier versuchten, so genannten „Enkeltrick-Betrügereien“. Dabei wird den meist älteren Opfern am Telefon vorgegaukelt, eine naher Verwandter, Neffe, Nichte, Enkel oder anderweitig Bekannter bräuchte dringend Geld.

Diese Geld soll von einer anderen Person zu Hause abgeholt werden. Erst wenn das Geld ausgehändigt wurde und man von seinem „Verwandten“ nichts mehr hört, wird den Meisten erst bewusst, dass sie auf skrupellose Betrüger hereingefallen sind.

Mittwochnachmittag [14: August 2013] wurde eine 90-jährige Frau aus Olsberg angerufen. Ein Mann gab sich als Bekannter aus, der nach einem Unfall 20.000 Euro von ihr bräuchte. Die Frau legte einfach auf. Am Donnerstag [15. August 2013] rief gegen 11:15 Uhr eine Frau bei einer 81-jährigen Frau in Neheim an und gab sich als ihre Nichte aus. Die alte Dame bemerkte den Schwindel und konfrontierte die Anruferin damit. Sie legte daraufhin sofort auf. Gegen 13:30 Uhr wurde eine 82-jährige Frau aus Neheim angerufen. Der vermeintliche Neffe am Telefon benötigte 12.000 Euro für eine Auktion in Duisburg. Die Dame legte auf, rief ihren wahren Neffen an und hörte nie wieder etwas von dem ominösen Anrufer.

Gegen 14:30 Uhr wurde eine 90-jährige Frau aus Voßwinkel angerufen. Beim ersten Gespräch wollte die „Nichte“ zum Kaffeetrinken vorbeikommen. Kurze Zeit später rief sie wieder an und teilte mit, dass sie Geld für eine Notlage bräuchte. Bei dem dritten Anruf meldete sich ein“ Bankmitarbeiter“, der der Dame mitteilte, es käme jetzt jemand vorbei, der das Geld abhole. Glücklicherweise bekam dieses Gespräch der Sohn der Frau mit und schaltete sich ein. Es wurde daraufhin sofort beendet. Die Frau aber hatte in der Zwischenzeit schon 7.000 Euro von der Bank abgeholt und hielt den Betrag zu Hause bereit. Durch richtiges Handeln der Angerufenen und beherztes Eingreifen seitens eines Angehörigen konnte hier in allen Fällen verhindert werden, dass von den älteren Damen eine große Summe Bargeld ergaunert werden konnte.

Die Polizei Hochsauerlandkreis warnt noch einmal eindringlich davor, sich am Telefon auf irgendwelche Forderungen einzulassen. Die vier Fälle zeigen hier, wie man die Betrüger am schnellsten wieder los wird. Hinterfragen Sie kritisch, holen Sie jemanden dazu oder am einfachsten und am besten: Legen Sie einfach auf!

Quelle: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis