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Olsberg. Die Art ihres Vortrags ist speziell. Christine Vogeley, Jazzerin, Kabarettistin und Kunsthistorikerin, lebt als freie Autorin in Berlin. Zur Feier des ersten Geburtstags ihres Romans „Die Liebe zu so ziemlich allem“ hat sie sich für eine Autorenlesung auf den Weg ins Sauerland gemacht – und zwar in die Stadtbücherei Olsberg.

Sehr zur Freude der fast 50 Literaturbegeisterten, die sich hier eingefunden haben, um mit ihr diesen Tag gemeinsam zu feiern. Dass Christine Vogeley nicht nur schreiben, sondern auch lesen kann, wird schnell klar. Offen, sympathisch, redegewandt und wortgewaltig zieht sie die Zuhörerinnen und Zuhörer in ihren Bann.

Lässt mal mit kindlicher Stimme den kleinen verträumten Leo lebendig werden, mal mit skandinavischem Akzent die schüchterne, aber hochbegabte Künstlergattin Lovisa Johannson im Stockholm längst vergangener Tage. Zahlreiche Handlungsstränge werden kunstvoll miteinander verwoben mit einer oft schrägen, aber umso treffenderen Bildsprache.

Die Berliner Autorin Christine Vogeley las in der Stadtbücherei Olsberg aus ihrem Roman „Die Liebe zu so ziemlich allem“. Foto: © Stadtbücherei Olsberg

Die Berliner Autorin Christine Vogeley las in der Stadtbücherei Olsberg aus ihrem Roman „Die Liebe zu so ziemlich allem“. Foto: © Stadtbücherei Olsberg

Christine Vogeley öffnet ihren Zuhörerinnen und Zuhörern aber nicht nur die Türen zu dem äußerst ungewöhnlichen Museum des August Gayette, in dem alles Handeln seinen Anfang nimmt. Sie gewährt auch Einblicke in die Entstehung der Geschichte, das „making of“ ihres Romans. So lässt sie die Zuhörer miterleben, wie ein kleiner, großäugig staunender namenloser Wolkenfreund – beobachtet bei einem realen Museumsbesuch – zum rothaarigen Leo in ihrer Geschichte wird.

Christine Vogeley ist eine aufmerksame Beobachterin, detailversessen und sprachverliebt, deren virtuoser Vortrag von der Liebe zu fast allem getragen wird, die Herzen der Zuhörerinnen und Zuhörer wärmt und sie mit einem glücklichen Lächeln zurück lässt.

Quelle: Stadt Olsberg