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Olsberg. Was darf Werbung – und was verunstaltet die Innenstadt? – Um einen „Werbe-Wildwuchs“ zu vermeiden, erarbeitet die Stadt Olsberg zurzeit eine neue Satzung über die Gestaltung von Werbeanlagen in der Kernstadt Olsberg. Ein Entwurf war jetzt Thema in der Sitzung des Ausschusses Planen und Bauen.

Mit einer solchen Satzung verbinden sich für eine Kommune gleich zwei Vorteile, so Dipl.-Ing. Bodo Matjeka vom Büro bms Stadtplanung, der den Satzungsentwurf erarbeitet hat: „Attraktivität und charakteristisches Bild der Kernstadt bleiben erhalten – und die Rahmenbedingungen werden für alle Händler gleich gesetzt.

Einige wichtige Grundsätze: In der Satzung soll festgeschrieben werden, dass Werbeanlagen nur dann erlaubt sind, wenn ansässige Unternehmen ihre eigenen Produkte bewerben – und zwar immer an dem Ort, wo die jeweilige Leistung auch erbracht wird. Fremdwerbung – zum Beispiel für Partnerunternehmen – darf nur weniger als die Hälfte der jeweiligen Werbefläche ausmachen. „Kletterschriften“, die vertikal angebracht sind, soll es ebenso nicht geben wie Schriften mit einer Höhe von mehr als 50 Zentimetern (in einigen Bereichen soll eine Begrenzung von einem Meter gelten), Lauf- oder blinkende Schriften. Das Überkleben von Schaufenstern oder Türen soll nur bis zu 50 Prozent der zulässig sein; für einzelne Werbeanlagen wird eine maximale Fläche von maximal neun Quadratmetern vorgeschlagen – unabhängig davon, ob die Werbefläche ein- oder doppelseitig ist.

Hubertus Schulte, Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung, betont, dass es sich erst einmal um einen Entwurf handelt: „Er soll der Auftakt für eine Diskussion sein.“ Deshalb will die Stadt Olsberg nun zunächst das Gespräch mit der Werbegemeinschaft „Fachwelt Olsberg“ suchen – Hubertus Schulte: „Wir müssen ein vernünfti-ges Augenmaß haben – und das muss gemeinsam entwickelt werden.“ Ziel müsse es sein, eine Lösung zu finden, die die Verhältnisse in der Olsberger Kernstadt berücksichtigt: „Es muss ,geeicht werden‘ auf Olsberg.“ Vorhandene Werbeanlagen sind von der künftigen Satzung übrigens nicht betroffen – sie genießen Bestandsschutz.“

Quelle: Stadt Olsberg