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Düsseldorf. Mit der Eröffnung der Weihnachtsmärkte beginnt wieder das hektische Treiben in den Innenstädten. Viele Menschen drängeln durch die Einkaufsstraßen und an den Kassen der Geschäfte. Die Aufmerksamkeit ist abgelenkt und gilt nicht den Wertsachen in Jacken-, Hand- und Hosentasche. Taschendiebe haben das ganze Jahr über Saison, sie finden aber gerade auch im Trubel der Weihnachtsmärkte ideale Arbeitsbedingungen vor.

So wurden im letzten Jahr (2011) insgesamt 52.707 Fälle von Taschendiebstahl in Nordrhein-Westfalen angezeigt. Die Schadenssumme betrug 12.420.021 Euro. 2010 waren es 40.831 Fälle mit einer Schadenssumme von 9.321.143 Euro.Taschendiebe können männlich, weiblich, alt oder jung sein. Häufig werden auch Jugendliche und sogar Kinder als Täter festgestellt. Die Diebe sind oft unauffällig gekleidet und kommen als freundliche, hilfsbereite und zuvorkommende Mitmenschen daher. Vielfach werden die Opfer abgelenkt, indem ein Täter einen künstlichen Stau im Gedränge provoziert, das Opfer mutwillig anrempelt oder etwa nach der Uhrzeit, dem Weg oder Ähnlichem fragt. Ein Mittäter entwendet dann die Geldbörse oder das Handy aus der Tasche und verschwindet unauffällig. Auch in Geschäften schlagen Taschendiebe gerne und häufig zu, während die Opfer arglos Waren betrachten, Kleidung anprobieren oder ihre Einkäufe erledigen.

Die Tricks sind vielfältig – eines ist aber immer gleich: Die Täter nutzen sorgloses und unachtsames Verhalten ihrer Opfer aus. Daher können die Menschen durch Aufmerksamkeit und richtiges Verhalten selbst viel tun, um sich vor Schäden durch Taschendiebe zu schützen. Um nicht Opfer von Taschendieben zu werden, rät das LKA NRW:

  • Seien Sie stets wachsam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Bewahren Sie Ihre Wertsachen in verschlossenen Innentaschen Ihrer Oberbekleidung auf.
  • Tragen Sie Ihre Hand- oder Umhängetasche stets verschlossen unter den Arm geklemmt oder mit dem Verschluss zum Körper.
  • Führen Sie an Bargeld, Giro-/Debit- oder Kreditkarten und Dokumenten nur das Notwendigste mit sich.
  • Notieren Sie sich zuhause Ihre Geldkartendaten und die IMEI-Nummer Ihres Mobiltelefons.

Wenn Sie doch einmal Opfer eines Taschendiebstahls geworden sind oder eine Tat beobachten, verständigen Sie bitte umgehend die Polizei unter dem Notruf 110 und erstatten Sie Strafanzeige. Lassen Sie schnellstmöglich Ihre Geldkarten und/oder Ihr Mobiltelefon sperren. Der vollständige Präventionstipp des LKA NRW mit weiteren Hinweisen ist im Internet unter www.polizei.nrw.de/artikel__132.html abrufbar.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.polizei-beratung.de