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Gelsenkirchen (straßen.nrw). Tipps zum richtigen Verhalten für Verkehrsteilnehmer, wenn es im Tunnel zu einem Unfall kommt, liefert jetzt eine neue Broschüre des Landesbetriebes Straßenbau Nordrhein-Westfalen. Die Broschüre wird in diesen Tagen in den Shops der größten Rastanlagen der Autobahn Tank & Rast in NRW verteilt.

Das seit zehn Jahren laufende Nachrüstprogramm für Tunnel bringt die 55 Tunnel von Straßen.NRW auf den neuesten Stand der Sicherheit. Ampeln, Schranken, Videoüberwachung und Lautsprecherdurchsagen werden schrittweise Standard in vielen Tunneln und erhöhen die Anforderungen an die Autofahrer. Das Faltblatt kann auch im Internet von Straßen.NRW heruntergeladen und ausgedruckt werden (www.strassen.nrw.de).

Was tun im Notfall?

Erster Hinweis auf einen Unfall im Tunnel ist für den Autofahrer das Ampel-Rotlicht vor dem Portal: In diesem Fall muss vor dem Tunnel angehalten werden, es darf nicht weitergefahren werden. Es soll dabei darauf geachtet werden, dass der Schrankenbereich am Tunneleingang frei bleibt, damit die Schranken schließen können. Danach soll auf die Lautsprecherdurchsagen gehört werden. Hinweise können auch über das Radio kommen. Wenn es zum Stillstand kommt, muss sofort das Warnblinklicht eingeschaltet werden. Zudem sollte Abstand zum Vordermann gehalten werden. Für die Einsatzkräfte sollen sofort Rettungsgassen gebildet werden.

Wenn der Unfall gerade erst passiert ist, muss die Unfallstelle abgesichert werden. Über die Notrufstation kann der Unfall gemeldet werden, zudem muss erste Hilfe geleistet werden. Wenn es brennt, kann in der Notrufnische auch „Brandalarm“ ausgelöst werden. In diesem Fall soll der Tunnel so schnell wie möglich über die markierten Fluchtwege verlassen werden. Achtung: Bei der Flucht in die Nachbarröhre kann es sein, dass dort der Verkehr noch fließt!

Automatische Verkehrszeichen. Foto: (c) Straßen.NRW

Automatische Verkehrszeichen. Foto: (c) Straßen.NRW

Sicher im Tunnel

Grundsätzlich muss im Tunnel mit Licht gefahren werden, die Sonnenbrille gehört abgesetzt. Die vorgeschriebene Geschwindigkeit darf nicht überschritten werden, zudem sollte das Radio laufen. Jeder Verkehrsteilnehmer wird um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten, dazu gehört auch der ausreichende Abstand zum Vordermann. Im Tunnel darf nur im Notfall angehalten werden. Rückwärtsfahren und Wenden sind tabu. Die Sicherheitseinrichtungen sollte man sich während der Tunneldurchfahrt genau anschauen und einprägen.

Tunnelland NRW

Nordrhein-Westfalen hat die dritthöchste Tunneldichte bundesweit. Allein der Landesbetrieb Straßenbau NRW betreut 55 Tunnel. Viele werden im seit zehn Jahren laufenden Sicherheitsprogramm auf den neuesten Stand gebracht (www.tunnel.nrw.de Nachrüstprogramm). Auch wenn viele Verbesserungen bereits eingebaut wurden, ist noch offen, wann das Programm endet. Zu aufwändig sind teilweise die Ein- und Umbauten, die unter Berücksichtigung des laufenden Verkehrs vorgenommen werden müssen. Außerdem entwickelt sich der Stand der Technik regelmäßig weiter.

Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, gehören die Tunnel von Straßen.NRW zu den sichersten in Europa. Gut markierte Fluchtwege, Notrufnischen in kurzen Abständen, Tunnelsperranlagen mit Ampeln und Schranken, eine 24-h-Überwachung durch die Tunnelleitzentrale von Straßen.NRW, die automatische Branderkennung, Videoüberwachung, neue Lautsprecher sowie eine leistungsfähige Lüftung und Löschwasserversorgung sind dann Standard.

Quelle: Landesbetrieb Straßenbau NRW (Straßen.NRW)