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Münster/Marsberg. Der SPD Landesparteitag unterstützt die Resolution auf Antrag der AfA – NRW, welche den streikenden Beschäftigten der Firma Kombi-Massiv-Bauelemente (KMB) Stahlbetonfertigteile in Marsberg bei ihrer Forderung nach tarifgerechter Bezahlung zuspricht und erwartet darüber hinaus, dass die Rechte des Betriebsrates vom Arbeitgeber akzeptiert werden. Seit Wochen befindet sich rund die Hälfte der der KMB-Arbeiter in Dauerstreik. Ziel des Arbeitskampfes ist die tarifgerechte Bezahlung.

Bei der Firma herrscht seit neun Jahren „Lohn-Stillstand“ – solange warten die Beschäftigten bereits auf eine Angleichung an Tariflöhne, so der Landesvorsitzende der AfA-NRW Armin Jahl, MdL. Darüber hinaus hat die KMB-Geschäftsführung in der Vergangenheit immer wieder Druck auf den Betriebsrat und die Beschäftigten ausgeübt. So wurden die Beschäftigten angehalten den Streik auszusetzen, um einen Auftrag zu Ende bringen zu können. Auf den Lohn für die Arbeit von 2 Wochen warten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer noch heute.

Armin Jahl, MdL und Landesvorsitzender der AfA-NRW. Bildnachweis: AfA

Eine weitere Forderung des Arbeitgebers: Der Betriebsrat solle zurücktreten, dann gäbe es 40 Cent/Std. mehr und alle juristischen Verfahren müssten eingestellt werden. Die Anzahl der Beschäftigten ist in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Es entsteht der Eindruck, als setze die KMB- Geschäftsführung alles daran, das Unternehmen herunterzuwirtschaften. So hat das Unternehmen damit begonnen, Firmenteile nach Polen zu verkaufen.

Der ordentliche Landesparteitag der NRWSPD hat einstimmig beschlossen: Die SPD tritt selbstverständlich dafür ein, dass die Rechte der Arbeitnehmer auf Mitbestimmung gewahrt bleiben und für gute Arbeit auch Tariflöhne gezahlt werden.

Sowohl der Landesvorsitzende der AfA-NRW, Armin Jahl, MdL als auch der Unter-bezirksvorsitzende der AfA-HSK, Ralf Wiegelmann nebst der gesamten Delegation der HSK-SPD freuten sich über das eindeutige positive Votum der Delegierten des Landesparteitages der NRWSPD in der Sache Kombi-Massiv-Bauelemente in Marsberg-Westheim. Demokratie und Solidarität sind in keinster Weise eine Einbahnstraße. Wir haben und werden uns auch in Zukunft über die uns zur Verfügung stehenden Werkzeuge der Demokratie verstärkt für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserem Lande einsetzen. Sozialdemokratinnen und Sozial-demokraten stehen seit über fast 150 Jahren für Arbeit und soziale Gerechtigkeit ein, so Armin Jahl, MdL.

Quelle: AfA