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Möhnesee. Der Möhnesee wird 100 Jahre alt und ist so beliebt wie nie zuvor. Im Jubiläumsjahr präsentiert die Möhnesee Touristik einen Übernachtungszuwachs von 1,7 Prozent. Fast 220.000 Übernachtungen verzeichneten die Übernachtungsbetriebe der Region im Jahr 2012. Im Schnitt blieben die Gäste 3,7 Tage am Möhnesee.

Möhnsee im Herbst

Möhnsee im Herbst

Die großen Gewinner waren mit 22.500 Übernachtungen und einem Zuwachs von 6,8 Prozent die Hotels. Dabei kamen nicht nur Urlaubsgäste in die Region. Firmen hielten Tagungen und Seminare am Möhnesee ab. Zudem entwickelt sich der See als beliebtes Ziel für Familienfeiern. Auch eigene, attraktive Arrangements der Hotels waren im zurückliegenden Jahr sehr beliebt. Der Trend zu verstärkten Buchungen über das Internet setzte sich fort. „Die gestiegene Übernachtungszahl bei den Hotels zeigt, wie wichtig es ist, ein hochwertiges, zielgruppengereichtes Angebot bereitzuhalten“, lobt Michaela Vorholt, Geschäftsführerin der Möhnesee Tourismus Gesellschaft.

Rund 97 Prozent der Übernachtungen entfielen auf deutsche Gäste. Doch holten die Reisenden von jenseits der Landesgrenze deutlich auf. Die ausländischen Besucher sind vorwiegend Niederländer (3000 Übernachtungen) und Belgier (900 Übernachtungen). Das Plus in Höhe von 14,3 Prozent führt Tourismus-Chefin Michaela Vorholt auf die regelmäßige Präsenz auf Messen in den Niederlanden zurück.

In der Statistik sind neuerdings nur Betriebe ab zehn Betten erfasst. Kleinere Übernachtungsanbieter werden nicht mitgezählt. So wurden in der aktuellen Statistik zwei Betriebe weniger ausgewiesen. Ebenfalls nicht in der Statistik erfasst sind die Besucher des neuen Wohnmobilstellplatzes in Delecke-Nord. Der Ende Juli eröffnete Platz gilt unter Wohnmobilisten als Schmuckstück und zog entsprechend viele Gäste in die Region. Rund 1000 Wohnmobile standen seit Spätsommer auf dem schönen Uferstreifen. „Wären diese beiden Faktoren mit berücksichtigt, wäre das Plus deutlicher ausgefallen“, ist sich Michaela Vorholt sicher.

Tagesgäste besuchen Jahr für Jahr die Region um den Möhnesee, vorwiegend für Aktivitäten unter freiem Himmel. Radfahren, Wandern und Wassersport aller Art ist jedoch stark wetterabhängig. Dabei handelt es sich vor allem um Familien, junge Erwachsene und Gruppen. Die verregnete Hälfte der Sommerferien und einige weitere niederschlagsreiche Wochenenden ließen den Zustrom an Ausflüglern stagnieren. Wetterunabhängige Angebote verzeichneten einen guten Zuwachs. So registrierte das Landschaftsinformationszentrum (Liz) rund 14.800 Besucher, ein Anstieg von 3 Prozent.

Zwar erfasst die Statistik des Landesamtes keine Tagesgäste, doch ist die Außenstelle der Tourist-Information an der Staumauer ein gutes „Barometer“ für die Entwicklung. Von Mai bis Mitte Oktober zählten die Mitarbeiter besonders viele Reisebusse. Die Gäste flanieren entlang der Staumauer, machen einen kleinen Spaziergang auf den Rundwanderwegen oder Besuchen eines der dort gelegenen Cafés. Da unter diesen Gästen ein beträchtlicher Teil Engländer ist und aufgrund des gestiegenen Anteils ausländischer Übernachtungsgäste, hat die Möhnesee-Touristik begonnen, ihre Werbemittel auch in englisch und niederländisch aufzulegen. Deutsche Tagesgäste zogen vor allen Dingen die Brückentage sowie das Brückenfest an den Möhnesee.

Die Touristiker haben sich für die bevorstehende Saison einiges vorgenommen. So wollen sie den Service an dem beliebten Wohnmobilstellplatz optimieren. Besucher sollen dort künftig Stromanschlüsse und eine Entsorgungsstelle vorfinden. Messen in Utrecht, Essen und Amsterdam sind bereits gebucht. Zudem steht die Eröffnung des Möhnetalradwegs Mitte April bevor. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht jedoch die Jubiläumsfeier, deren vielfältige Aktivitäten ein starker Besuchermagnet zu werden verspricht.

Quelle: Touristik GmbH Möhnesee