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Meschede. Sie bietet die Chance auf eine umweltfreundliche und nicht versiegende Energiequelle – aber sie verändert auch das Landschaftsbild und Lebensräume für Mensch und Tier: Die Windkraft. Die Stadt Meschede untersucht zurzeit die Potenziale einer möglichen Windkraft-Nutzung im Stadtgebiet. Ein Thema, mit dem es sensibel umzugehen gelte, so Bürgermeister Uli Hess: „Hier müssen wir Lösungen finden, die gleichermaßen rechtssicher sowie tragfähig für Mensch und Umwelt sind.

Ziel soll es sein, bei der Analyse möglicher Konzentrationszonen für Windkraftanlagen die Flächen in den Blick zu nehmen, „die einerseits optimale Standortbedingungen für die Windkraftnutzung bieten und die andererseits mit dem geringsten Störfaktor verbunden sind“, unterstreicht Uli Hess. Nicht die einzigen Argumente bei der Untersuchung des Stadtgebiets: Bevor über konkrete Flächen diskutiert werden kann, für die planungs-rechtliche Voraussetzungen für eine Windkraft-Nutzung geschaffen werden, sind zahlreiche Detail-Prüfungen notwendig.

Denn nach wie vor gelten für die Umsetzung von Windkraftkonzentrationszonen hohe planerische und rechtliche Hürden – zum Beispiel in der „Nachbarschaft“ von Wohn- siedlungen und Hofstellen, Straßen und Flussläufen, Stromleitungstrassen, Schienenwegen, oder Naturschutzgebieten. Zudem können mögliche ökologische Schutzfunktionen des Waldes ebenso „Ausschlussgründe“ sein, wie auch das Landschaftsbild.

Die Stadtverwaltung untersucht deshalb das Mescheder Stadtgebiet auf Basis all dieser Gesichtspunkte in mehreren Arbeitsschritten. Dabei werden nach und nach die Flächen „aussortiert“, auf denen Windkraftanlagen nicht in Frage kommen. Wichtig ist dabei besonders, den rechtlichen Rahmen bei Vorgehensweise und Methodik bei der Suche nach Potenzialflächen einzuhalten. Auf diese Weise ist die Potenzialuntersuchung rechtlich sicher und gut nachvollziehbar.

In einem nächsten Schritt gilt es, eine Vorstudie zu Themenkomplexen wie Artenschutz, Landschaftsbild und touristischen Qualitäten zu erstellen. Das Ziel: die Flächen weiter einzugrenzen, um anschließend eine Art „Ranking“ der verbliebenen Flächen aufstellen zu können. Dies könnte dann zu einer Entscheidungsgrundlage für die Bürgervertreter werden, für welche Flächen die baurechtlichen Voraussetzungen für einen oder mehrere Windparks geschaffen werden.

Natürlich seien 200 Meter hohe Windräder nicht „zu verstecken“, betont Bürgermeister Uli Hess: „Ziel muss es aber sein, mit einem absoluten Minimum an Beeinträchtigungen auszukommen – für Mensch und Natur gleichermaßen.“ Man könne das Thema der erneuerbaren Energien als Kommune nicht außer Acht lassen, so das Stadtoberhaupt. In Meschede gebe es bereits wichtige Projekte – von der Photovoltaik-Freiflächenanlage bei Stockhausen bis zum genossenschaftlich organisierten Bioenergiedorf Wallen. Uli Hess: „Wer Ja zur Energiewende sagt, der muss auch Ja dazu sagen, dass sie vor Ort stattfindet.

Quelle: Stadt Meschede