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Meschede. In der Kreis- und Hochschulstadt Meschede soll es ab Januar 2017 eine Windel- und Pflegetonne geben. Das jedenfalls schlägt die Stadtverwaltung den Mitgliedern des Stadtrates vor. Profitieren sollen Haushalte im Stadtgebiet, in denen es ein höheres Aufkommen von Einwegwindeln oder Inkontinenzartikeln gibt, so dass der Platz in den „Standard-Mülltonnen“ nicht ausreicht.

Konkret soll diesen Haushalten eine vergünstigte zusätzliche 120-Liter-Restmülltonne zur Verfügung gestellt werden. Als Gebühr schlägt die Stadtverwaltung 50 Prozent der jeweils aktuellen Gebühr für eine 120-Liter-Restmülltonne vor – für das Jahr 2017 voraussichtlich 58,51 Euro. Die anderen 50 Prozent sollen über den allgemeinen Haushalt der Stadt Meschede finanziert werden.

Zuvor hatten die Fraktionen von CDU und Grünen beantragt, ein Konzept zur Einführung einer Windel- und Pflegetonne durch die Stadtverwaltung erarbeiten zu lassen. Erstmals im September wurden die Überlegungen den Ratsmitgliedern vorgestellt; Reaktionen und Anregungen der Fraktionen gingen dann nochmals in den Arbeitskreis Abfallentsorgung. Nun empfiehlt die Stadtverwaltung, dass die vergünstigte Windel- und Pflegetonne beantragt werden kann, wenn in Privathaushalten Kinder bis zu drei Jahre leben oder aber im Haushalt lebende Personen Inkontinenzartikel benötigen. Dieser Bedarf muss durch einen Arzt bestätigt werden.

Geleert wird die Windel- und Pflegetonne – die es übrigens nur zusätzlich zur üblichen Restmülltonne gibt – im Vier-Wochen-Rhythmus. Beantragt werden muss die Tonne vom jeweiligen Grundstücks- oder Hauseigentümer.

Für das Jahr 2017 rechnet die Stadt durch die Windel- und Pflegetonne mit einer Zusatz-Belastung von rund 23.000 Euro für den Stadt-Haushalt; in den kommenden Jahren sollen die Kosten dann, nach Wegfall der erstmaligen Anschaffungskosten für die zusätzlichen Gefäße, auf rund 8.000 Euro sinken. Allerdings: Die Zahlen basieren auf einer Schätzung – die tatsächlichen Kosten hängen davon ab, wie viele Behälter tatsächlich beantragt werden.

Thema ist die Windel- und Pflegetonne zunächst am Dienstag [13. Dezember 2016] im Ausschuss für öffentliche Sicherheit und Umwelt (16 Uhr, Feuerwehrhaus Meschede) sowie im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss (18 Uhr, Rathaus), bevor der Stadtrat am Donnerstag [15. Dezember 2016] um 17 Uhr (Rathaus) voraussichtlich eine endgültige Entscheidung trifft. Alle Zusammenkünfte sind öffentlich; interessierte Bürgerinnen und Bürger sind willkommen.

Quelle: Stadt Meschede