Print Friendly, PDF & Email

Meschede / Eversberg. Das Gefühl kennt jeder – Man wacht auf und könnte schon wieder vor allem davonlaufen! Ist nicht das ganze Leben ein einziger Fluchtversuch vor dem Wahnsinn? Schon morgens um sechs, wenn der Radiowecker anspringt, scheuchen uns gnadenlose Gute-Laune-Terror-kommandos aus den Federn.

Der Blick in die Zeitung bringt nur täglich neue Skandale und Politiker, die rückgratlose Aufklärung versprechen. Selbst die Lektüre der Todesanzeigen liefert lediglich die Erkenntnis, dass wieder keiner dabei ist, dem man es gewünscht hätte. Am Abend dann jonglieren Politiker und Lobbyisten (wobei die Unterscheidung oft nur unter größter Anstrengung möglich ist) in einer der zahllosen Polit-Talkshows mit Begriffen wie „Systemrelevanz“ und „Entlassungsproduktivität“.

Dem fassungslosen Betrachter bleibt beim Anblick dieser rhetorischren Selbstbefriedigungsorgie nur der verzweifelte Gedanke: „Wo ist Al Quaida, wenn man sie mal braucht?“ Selbst im Privatfernsehen ist keine Ablenkung mehr zu finden: Die Werbung wird dauernd von Filmen unterbrochen, das ganze Volk ist durchgecastet, durchgequizt und jeder noch so unbekannte Pseudo-Promi hat sich durchs Programm gekocht und dem Zuseher Gerichte präsentiert, die eine Einladung zu einer leckeren Schale Affenhirn bei einem afrikanischen Eingeborenenstamm als wünschenswerte Alternative erscheinen lassen.

Thomas Schreckenberger. Foto: © Pressebild / Privat

Thomas Schreckenberger. Foto: © Pressebild / Privat

Nur der Glückskeks beim Chinesen raunt einem beruhigend zu: „Wenn sich eine Tür schließt, dann öffnet sich eine andere!“ Aber wer wird dort warten? Der Mann von der GEZ – oder alle Facebook-Freunde, die einen endlich mal persönlich kennen lernen möchten?

In „Notausgang gesucht“ begibt sich Thomas Schreckenberger auf einen kabarettistischen Fluchtversuch vor dem Wahnsinn unserer Zeit, immer verfolgt von der Zombiearmee der deutschen Polit- und Promiszene, die der mehrfach ausgezeichnete Kabarettist (u.a. Kleinkunstpreis Baden-Württemberg, Reinheimer Satirelöwe, uvm.) als treffsichere Parodien mit auf die Bühne bringt. Die Veranstaltung am Samstag [20. Januar 2016] in der Kleinkunstbühne Kokolores in Meschede Eversberg beginnt um 20 Uhr, Einlass ist um 19 Uhr.

Tickets gibt es im Vorverkauf für 14 Euro bei:

  • Bücherstube Linhoff, Le Puy Str. 15 in 59872 Meschede (0291/2400)
  • Käptn Book, Markt 2 in Olsberg (02962/73580505)
  • Käptn Book, Friedrichsstraße 2 in Brilon (02961/3460)
  • Tourismus Information Bestwig, Bundesstraße 139 in Bestwig (02904/712810)
  • oder unter 0291/95290492 (AB)

An der Abendkasse liegt der Ticketpreis bei 16 Euro. Ermäßigt 12 Euro. Holen Sie bitte Ihre vorbestellten Karten bis eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung ab, da sie ansonsten wieder für die Abendkasse zur Verfügung gestellt werden.

Quelle: Kleinkunstbühne Kokolores