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Meschede. Wer in diesen Tagen auf den Klosterberg kommt, wird verwundert sein über die Ruhe dort. Nicht nur am Gymnasium sind Ferien. Wie in jedem Jahr gönnen sich die Mönche zum Beginn des neuen Jahres „Exerzitien“ – Tage der Besinnung.

Sr. Ruth Lazar OSB, Benediktinerin aus dem Kloster Alexanderdorf bei Berlin, begleitet die Mönche in diesen Tagen. Als „DDR-Kind“, wie sie sich selber bezeichnet, stellt sie die Tage unter ein ungewöhnliches Motto. Es ist dem Lied „Ja“ der Gruppe Silbermond entnommen: „Du flutest alle meine Decks mit Hoffnung auf ein echtes Leben vor dem Tod.

Sr. Ruth Lazar OSB, Benediktinerin aus dem Kloster Alexanderdorf bei Berlin. Foto: Abtei Königsmünster

Sr. Ruth Lazar OSB, Benediktinerin aus dem Kloster Alexanderdorf bei Berlin. Foto: Abtei Königsmünster

Gemeinsam mit den Mönchen möchte sie in der Regel des Heiligen Benedikt auf Worte der Verheißung und des Trostes schauen. Eine Standortbestimmung steht am Beginn: Was lebt in mir? Wann bin ich lebendig, wofür kann ich mich begeistern? Und: Was bewegt mich zur Zeit – Ereignisse, Begegnungen, Entwicklungen in mir selbst, in der Gemeinschaft, der Kirche, der Welt.

Christen, die oft im Verdacht stehen, schnell auf ein „Leben nach dem Tod“ zu verweisen, sieht Sr. Ruth in der Verantwortung für ihr Leben „vor dem Tod.“ Das will gelebt sein. Ein Liebeslied soll die Mönche zu sich selber führen – und zu Gott. Eine Herausforderung und Chance, die nicht nur im Kloster Wege eröffnet.

Quelle: Abtei Königsmünster