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Meschede. Sicherheit muss vorgehen – Die kommenden Wintermonate nutzt das Team des Integrierten Baubetriebshofes (IBB), um umfangreiche Pflegemaßnahmen und auch Fällungen am Baumbestand in der Stadt Meschede vorzunehmen. Damit dieses Vorgehen transparent ist, werden auch die Mitglieder des Stadtrates darüber informiert.

Hintergrund: Immer wieder gibt es in der Bürgerschaft Kritik, wenn an Bäumen und Pflanzen gearbeitet werden muss. Niemand setze gern „die Säge an“, betont Heinz Hiegemann, Leiter des zuständigen Fachbereichs Infrastruktur – wenn aber Baumfällungen erfolgen, seien diese in der Sache unvermeidbar. Etwa dann, wenn Bäume krank sind, so dass kurz- oder mittelfristig eine Gefahr von ihnen ausgehe. Oder aber, wenn der Bewuchs insgesamt gesteuert werden soll.

So zum Beispiel entlang des Autobahndamms im Bereich der Gartenstadt. Hier soll der Bewuchs des Damms stark wurzeln, um Erosion durch Wasser zu verhindern. Allerdings: Der Schattenwurf der dortigen Bäume macht es unmöglich, dass dort bodennahe Sträucher wachsen. In einem Gutachten wird der Stadt Meschede deshalb empfohlen, die Bäume zu entfernen. In den Wintermonaten nun sollen sie gefällt werden.

Und auch in der Ruhrstraße wird das Team des IBB aktiv werden. Hier sollen Bäume und Pflanzbeete entfernt werden – als Vorgriff auf eine künftige Umgestaltung, die nach wie vor angestrebt wird. Bereits nach einem intensiven Rückschnitt im vergangenen Frühjahr habe es aus der Öffentlichkeit viel Zuspruch für die bessere „Durchsehbarkeit“ in der Fußgängerzone gegeben, so Heinz Hiegemann. Die Arbeiten sollen übrigens erst im Januar erfolgen – „das Weihnachtsgeschäft unserer Einzelhändler wollen wir nicht stören.

Andere Bäume sind von Krankheiten oder Pilzen befallen, so dass sie zu einer potenziellen Gefahr werden können. Dies gilt etwa für zwei Kastanien am Langeloh oder eine Eiche in der Talsperrenstraße, deren Krone bereits zu weiten Teilen trocken ist. Heinz Hiegemann: „Hier besteht eine konkrete Gefahr durch das Totholz.

Auch im Gewerbegebiet Enste müssen Alleebäume weichen – vorwiegend Ahorne. Viele Bäume seien stark geschädigt und teilweise auch schon gekappt, so Heinz Hiegemann. Die Notwendigkeit der Fällung sei auch von der Unteren Landschaftsbehörde des HSK bestätigt worden. Unmittelbar nach den Arbeiten sollen neue Bäume angepflanzt werden.

Im gesamten Stadtgebiet werden zudem Eschen gefällt, die vom so genannten Eschentriebsterben befallen sind – einem Pilz, der einen erheblichen Teil des Eschenbestandes „unrettbar“ geschädigt hat. Deshalb sei zu erwarten, dass es auch in Zukunft zu weiteren Fällungen kommen muss, heißt es im Fachbereich Infrastruktur. Neben der Kernstadt sollen Eschen in Eversberg, Stockhausen und Visbeck entnommen werden.

Thema sind die geplanten Arbeiten zunächst im Ausschuss für Stadtentwicklung am Donnerstag [08. Dezember 2016] um 17 Uhr, bevor sie im Ausschuss für öffentliche Sicherheit und Umwelt am Dienstag [13. Dezember 2016] um 16 Uhr und abschließend im Stadtrat am Donnerstag [15. Dezember 2016] um 17 Uhr diskutiert werden. Alle Zusammenkünfte finden im Sitzungssaal des Rathauses statt und sind öffentlich.

Quelle: Stadt Meschede