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Meschede. Ob Unterhaltung, Lernen, Spannung, Wissenschaft oder Ratgeber – wer ein Buch öffnet, entdeckt immer etwas Neues. Und in der Mescheder Stadtbücherei lassen sich immer mehr Menschen auf das „Abenteuer Lesen“ ein: Im Jahr 2010 waren 2089 kleine und große Bürgerinnen und Bürger auf der Liste der aktiven Kunden – 67 mehr als noch im Jahr zuvor.

Das teilt die Stadtbücherei Meschede in ihrem Jahresbericht 2010 mit. Nicht nur die Zahl der Kunden, sondern auch die der Medien ist im vergangenen Jahr gestiegen: 22.231 Bücher, Zeitschriften, CDs, DVDs und Computerspiele hatte die Stadtbücherei Ende des Jahres in ihrem Bestand. 67.873 Ausleihen wurden dabei verzeichnet – ein Plus von 1.266 Leihen gegenüber dem Jahr 2009. Und diese Zahl dürfte weiter in die Höhe schnellen: 380 Bürgerinnen und Bürger haben sich 2010 neu in die Kundenliste der Bücherei eingetragen.

Das höchste Interesse registrierte das Bücherei-Team dabei an den 3.604 Romanen: Sie wurden 13.620-mal ausgeliehen – im Schnitt also 3,8-mal pro Roman. Im Durchschnitt 3,4-mal ging jedes der 7.744 Kinderbücher über die Bücherei-Theke – 26.052 Ausleihen gab es in diesem Bereich insgesamt. Das ist zwar ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr – insgesamt liehen die 712 Bücherei-Kunden mit einem Alter bis zu 17 Jahren aber 33.307-mal Kindermedien aus. „Gerade bei Kindern und Jugendlichen werden viele Informationen nicht mehr über das Buch vermittelt“, weiß Büchereileiterin Gisela Fildhaut: Junge Menschen greifen eher zur Lernsoftware, zur CD oder zum Hörbuch. Diesem Trend stelle sich auch die Mescheder Stadtbücherei: „Wir haben unser mediales Angebot erheblich verbreitert.

Das sich ändernde Nutzerverhalten führe jedoch auch dazu, dass die Stadtbücherei ihren „gedruckten Bestand“ umstrukturiere – zum Beispiel bei den Sachbüchern. „Da werden wir noch deutlicher als bisher Schwerpunkte setzen“, kündigt Gisela Fildhaut an. Der soll zum Beispiel bei Ratgeberliteratur liegen: „Die Kunden setzen auf handfeste Informationen.“ Wissenschaftliche Werke dagegen werde man künftig seltener finden – allerdings gibt es dafür in Meschede auch eine andere „Adresse“: „Schließlich haben wir hier auch eine Bibliothek in der Fachhochschule“, so Gisela Fildhaut.

Spezielle Fachliteratur für Ausbildung, Beruf oder Freizeitinteressen können Interessierte außerdem problemlos über die Fernleihe aus anderen Bibliotheken bestellen. Die Stadtbücherei Meschede ist dem Deutschen Leihverkehr online angeschlossen. So liegen bestellte Bücher oder Aufsatzkopien nach wenigen Tagen in der Stadtbücherei bereit. Bestellungen sind auch auf elektronischem Weg möglich. Ein entsprechendes Formular ist auf der Homepage der Stadtbücherei unter www.meschede.de zu finden.

Ganz wesentlicher Bestandteil der Büchereiarbeit: Die Leseförderung. 46 Medienkisten hat die Stadtbücherei 2010 an Kindergärten und Grundschulen ausgeliehen. 15 Führungen und Bibliotheksbesuche gab es für Schulen und Kindergärten sowie 25 Kinderveranstaltungen – darunter die beliebte „Lesefuchs“-Reihe.

Zu einer Erfolgsgeschichte ist das Vorlesepaten-Projekt geworden, das die Stadtbücherei gemeinsam mit dem Förderverein auf die Beine gestellt hat. Mit Unterstützung des Mescheder Lions-Club konnten gerade wieder weitere Vorlesepaten und -patinnen ausgebildet werden. So besuchen nun rund 30 Männer und Frauen regelmäßig Kindergärten und Grundschulen im Stadtgebiet, um die Kinder so anzuregen, sich mit Sprache und Lesen zu beschäftigen. Möglich wird dies vor allem, weil viele Bürgerinnen und Bürger die Stadtbücherei mit ehrenamtlichem Engagement unterstützen – sei es im Förderverein, sei es als Vorlesepate. Gisela Fildhaut: „Ich finde diesen Rückhalt einfach toll – und auch dass es Leute gibt, die regelmäßig in die Einrichtungen gehen und Kindern vorlesen – und das über viele Jahre.

Quelle: Stadt Meschede