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Meschede. Ohne sie „geht’s nicht“ bei einer Wahl – obwohl sie eigentlich kaum im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen: Die Wahlhelfer. Dabei sind sie es, die für einen reibungslosen und korrekten Ablauf der Wahl sorgen – und damit dafür, dass die Demokratie „funktioniert“. Nun sucht das Wahlamt der Stadt Meschede Unterstützung für die Bundestagswahl am 22. September 2013.

Damit die Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme abgeben können, mit der sie über die Zusammensetzung des neuen Bundestags in Berlin entscheiden, sind in den Wahllokalen der Stadt Meschede rund 200 Wahlhelferinnen und -helfer nötig. Das sei echtes Engagement für die Demokratie, meint Willi Dauenhauer vom Wahlamt der Stadt Meschede: „Wahlen bieten den Bürgern die Möglichkeit, nicht nur ihr Wahlrecht aktiv auszuüben, sondern Demokratie auch „live“ zu erleben, indem sie sich als Wahlhelfer beteiligen.

Für jedes Wahllokal muss ein Wahlvorstand gebildet werden. Das Gremium besteht aus dem Wahlvorsteher und seinem Stellvertreter, Schriftführer sowie den Beisitzern. Der Wahltag selbst steht aber ganz im Zeichen der Teamarbeit: Vor der Öffnung des Wahllokals stellen die Helfer morgens Wahlkabinen und -urnen auf, legen die Stimmzettel bereit und vereinbaren den Schichtdienst. Denn: „Kein Wahlhelfer muss den ganzen Tag im Wahllokal sitzen“, erklärt Willi Dauenhauer: „Der Wahlvorstand – in Meschede sieben Personen – ist groß genug, um eine Vormittagsschicht und eine Nachmittagsschicht zu bilden.“ Erst, wenn es um 18 Uhr ans Auszählen der Stimmen geht, ist dann das gesamte Team wieder gefragt.

Doch auch sonst sind die Aufgaben der Wahlhelfer rund um den Urnengang vielfältig. So prüfen sie die Wahlberechtigung der Bürgerinnen und Bürger, bevor sie ihnen die Stimmzettel aushändigen und die Stimmabgabe im Wählerverzeichnis vermerken. Auch Wahlkabine und -urne behalten die Helfer im Blick – schließlich haben die Wähler ein Anrecht darauf, dass ihre Stimmabgabe korrekt abläuft.

Daneben besteht auch die Möglichkeit, in einem Briefwahlvorstand mitzuwirken. Dieses Team trifft sich am Nachmittag des Wahltages um 15 Uhr, entscheidet über die Zulassung von Wahlbriefen und zählt dann auch ab 18 Uhr die Stimmzettel. Als Aufwandsentschädigung und „Dankeschön“ erhalten alle Wahlhelferinnen und Wahlhelfer in Meschede ein so genanntes „Erfrischungsgeld“.

Bei vergangenen Wahlen seien es besonders auch jüngere Leute gewesen, die sich bewusst für diese Aufgabe gemeldet haben, stellt Willi Dauenhauer fest. Wahlhelferin oder -helfer können alle Bürger werden, die mindestens 18 Jahre alt sind, die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und selbst wahlberechtigt sind. Wichtig: Besondere Kenntnisse sind nicht nötig – „und man ist bei einer Anmeldung auch nicht verpflichtet, künftig bei jeder Wahl mitzuhelfen“, so Willi Dauenhauer. Wünsche zum Einsatzort sowie Pläne für den gemeinsamen Einsatz mit Freunden und Bekannten in einem Wahllokal versucht das Wahlamt der Stadt Meschede so weit wie möglich zu berücksichtigen.

Bürgermeister Uli Hess freut sich über ein solches bürgerschaftliches Engagement: „Mit ihrem Einsatz stellen Wahlhelferinnen und -helfer das sicher, wofür Menschen in vielen anderen Ländern der Erde oft unter Lebensgefahr auf die Straße gehen und demonstrieren – freie und demokratische Wahlen eben.“ Interessierte, die die Landtagswahl in der Stadt Meschede als Wahlhelfer unterstützen möchten, können sich im Wahlamt telefonisch unter 0291-205296, per e-Mail wahlen@meschede.de sowie per Fax unter 0291-2055296 melden. Auch online ist eine Anmeldung unter www.meschede.de möglich.

Quelle: Stadt Meschede